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Netzwerk für betriebliche Integration und Sozialforschung e.V.

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Winterfeldstr. 25
10781 Berlin
Berlin
Deutschland
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Telefon: 030 45967495 (Fachbereich Inklusion) E-Mail: info@bisev-berlin.de Homepage: https://bisev-berlin.de/fachbereich-inklusion/

Anderer Anbieter nach § 60 SGB IX

Mit dem Bundesteilhabegesetz wurde für Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, eine Alternative zur beruflichen Bildung und zur Beschäftigung in der WfbM geschaffen.

Nach § 60 SGB IX können Bildungs- und Beschäftigungsangebote seit dem 1. Januar 2018 auch bei anderen Leistungsanbietern wahrgenommen werden.
Andere Leistungsanbieter müssen vertraglich bestimmte Anforderungen in Bezug auf fachliche Qualifikationen des Personals, räumliche und sächliche Ausstattung erfüllen. Vertragspartner sind die Leistungsträger, die auch zuständig sind für die unterschiedlichen Leistungen, die in den WfbM erbracht werden, z B. die Bundesanstalt für Arbeit (BA), die Träger der Eingliederungshilfe und die Deutsche Rentenversicherung (DRV).

Im Unterschied zur WfbM müssen andere Leistungsanbieter keine Mindestplatzzahl vorweisen. Es besteht keine Aufnahmeverpflichtung und sie müssen auch nicht alle Leistungen (Eingangsverfahren, Berufsbildungsbereich, Arbeitsbereich) anbieten.

Leistungsträger / Rehabilitationsträger, für den / für die auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung das Leistungsangebot nach § 60 SGB IX erbracht wird:

Bundesagentur für Arbeit

Bereiche, in denen Angebote nach § 60 SGB IX erbracht werden:

  • Eingangsverfahren
  • Berufsbildungsbereich

Informationen zum Angebot / Eigendarstellung:

Schulabsolventinnen und Schulabsolventen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung finden in der Regel Aufnahme in Werkstätten für behinderte Menschen und werden dort bis zum Eintritt des Rentenalters abseits des allgemeinen Arbeitsmarktes beschäftigt. Die Chancen, von der Werkstatt für behinderte Menschen den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen, sind mit einer jährlichen Überleitungsquote von weit unter einem Prozent sehr gering.
Durch unseren Fachbereich Inklusion soll diese Situation verbessert werden.

Entscheidend ist für uns die Tatsache, dass berufliche Perspektiven nur dort entwickelt und verwirklicht werden können, wo es eine Chance auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gibt. Deshalb setzen wir auf betriebliche Formen der Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsausbildung und Berufsausübung, die den beruflichen Wünschen und Fähigkeiten der Teilnehmenden entsprechen.

Weiterführende Informationen

Referenznummer:

R/AA75


Informationsstand: 08.03.2023