Mit
EASTIN wird ein europäisches Netzwerk im Bereich Hilfsmittel für behinderte Menschen geschaffen. Sechs erfahrene Partner entwickeln ein Internet-Werkzeug, mit dem Produkte, Dienstleistungen, Gesetze und Praxisbeispiele gefunden werden können: für Menschen mit Behinderungen, Reha-Fachleute, Hilfsmittelanbieter und -vertreiber.
In Europa sind zur Zeit mehr als 50.000 Produkte aus dem Hilfsmittelbereich mit einem geschätzten Umsatz von 30 Milliarden Euro auf dem Markt. Jeder europäische Bürger kann diese Produkte für seine Bedürfnisse nutzen, wie zum Beispiel Therapie, Training, persönliche Pflege, Mobilität, Kommunikation, häusliche Barrierefreiheit, Ausbildung, Arbeit, Freizeit
etc. Häufig ist es für den Einzelnen jedoch problematisch, die Informationssysteme der anderen europäischen Länder zu nutzen.
Das Internet ändert Denk- und Arbeitsweisen: Tausende Menschen mit Behinderungen, Pflegepersonal, Mediziner, Sozialarbeiter, Verwaltungsangestellte, Hersteller und Vertreiber suchen regelmäßig im Internet nach Informationen für ihre Arbeit. Im Moment gibt es jedoch kein zentrales Portal, das alle Informationen über Hilfsmittel in Europa zur Verfügung stellt.
Das
EASTIN-Projekt hat sich vorgenommen, Antworten auf viele Fragen zu geben. Zum Beispiel: Wie viele Produkte und Dienstleistungen gibt es im Hilfsmittelbereich in Europa? Worin liegen ihre technischen Besonderheiten? Wo kann das Hilfsmittel bezogen werden? Welche länderspezifischen Vorschriften und Finanzierungsregeln gibt es? In welcher Weise können Nutzer bei der Auswahl und Anwendung ihres Hilfsmittels unterstützt werden?
Innerhalb der Projektlaufzeit von 18 Monaten bauen die sechs wichtigsten europäischen Hilfsmittel-Informationsanbieter ein Netzwerk auf. Und zwar nicht nur durch gegenseitiges Austauschen von Erfahrungen, sondern durch die Verbesserung der Leistung des Gesamtnetzwerkes.
Der Service des Netzwerkes soll - nutzerfreundlich und einfach zugänglich - an jedem Ort, zu jeder Zeit und in der jeweiligen Nutzersprache zur Verfügung stehen und ein komplettes Paket mit Hilfestellungen, Informations- und Bildungsmodulen anbieten.
Zu Beginn wird der IST-Zustand der unterschiedlichen Systeme in Kooperation mit den folgenden drei Hauptzielgruppen: Endnutzer (behinderte Menschen und Angehörige), Menschen, die in der Rehabilitation arbeiten (Mediziner, Pflegepersonal, Ergo- und Physiotherapeuten
etc.) und Hilfsmittelhersteller bewertet.
Am Schluss des Projektes steht ein einfach zu benutzendes Werkzeug, mit dem der Nutzer sechs nationale Datenbanken gleichzeitig durchsuchen kann. Alle anderssprachigen Informationen können sofort übersetzt werden
bzw. liegen schon in der Sprache des Nutzers vor. Es wird der umfassendste Web-Service im Bereich Hilfsmittel geschaffen.
Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.