Projektart: Gefördertes Projekt
Verzahnte Ausbildung Metro Berufsbildungswerke (V.A.M.B)

Beschreibung / Inhalte

Im Rahmen des Projekts "Verzahnte Ausbildung mit den Berufsbildungswerken"
(V.A.M. B) erprobt die METRO Group in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke die so genannte "verzahnte Ausbildung" nach §35 Abs. 2 SGB IX.

Dabei wird Jugendlichen aus den Berufsbildungswerken die Möglichkeit gegeben, Teile der Ausbildung statt im Berufsbildungswerk direkt in den Betrieben und Märkten der METRO Group zu absolvieren.

Die Berufsbildungswerke behalten dabei die Ausbildungsverantwortung und begleiten die Jugendlichen. Bei einem erfolgreichen Abschluss der Erprobungsphase wird die METRO Group ihre Initiative zur Integration dieser jungen Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt ausbauen.

Aufgaben der Berufsbildungswerke:
Die Ausbildungsbegleiter der Berufsbildungswerke stellen sicher, dass ihre Jugendlichen in ihrer Praxisphase die best mögliche individuelle Betreuung erhalten.
Zu den Aufgaben der Berufsbildungswerke zählen das Assessment, in dem die Stärken und Schwächen der Teilnehmer anhand differenzierter sozialwissenschaftlich erprobter Methoden erhoben und zum Ausgangspunkt für entsprechend differenzierte Lernstrategien gemacht werden.

In begleitenden Teams, an denen Mitarbeiter der METRO Group ebenso wie Mitarbeiter der Berufsbildungswerke beteiligt sind, wird für jeden Teilnehmer ein individueller Förder-und Integrationsplan entwickelt. In diesem Förder-und Integrationsplan findet sich als Kern eine Zielvereinbarung, die mit dem Betroffenen geschlossen wird und in der er sich zu aktiver Beteiligung an der Ausbildung bei der METRO Group und Unterricht in der Berufsschule verpflichtet.

Pädagogische Interventionen werden unter Federführung der BBW-Mitarbeiter mit den Fachkräften der METRO Group vereinbart, durchgeführt und kontrolliert ausgewertet.
Die Berufsbildungswerke unterstützen die behinderten Jugendlichen in der praktischen Ausbildung darüber hinaus durch sozialpädagogische Unterstützung, sonderpädagogische Förderung und - im Einzelfall - psychologische Beratung.

Projektumfang und Ablauf:
Das Projekt startet zunächst im Raum Nordrhein-Westfalen. Die von den Berufsbildungswerken aus NRW gemeldeten Jugendlichen absolvierten das vorgesehene Assessment, in dem sie in Gruppengesprächen, Testprüfungsbögen und spielerischen Elementen ihr fachliches Können zeigten und die bereits erworbenen Erfahrungen darstellen konnten. Entscheidend war, die besonderen Stärken der ausgewählten Jugendlichen im betrieblichen Alltag zu erkennen, zukünftig ihre Kompetenzen zu entwickeln und mögliche Schwächen durch gezielte Förderung und Begleitung abzubauen.

Die Bewerberinnen und Bewerber starteten die betriebliche Phase der Ausbildung im September 2004 in den Vertriebslinien der METRO Group.
Die Erfahrungen aus dem Projekt werden dokumentiert und ausgewertet mit dem Ziel, darauf einen Vorschlag zur Wiederholung des Projekts im nächsten Ausbildungsjahr aufzubauen.

Projektverlauf:

02.06.2004: 1. Treffen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und den Berufsbildungswerken.
23.06.2004: Kick-off Meeting V.A.M.B.
13.07.2004: Assessment für die überwiegend lernbehinderten Menschen.
01.09.2004: Beginn der einjährigen verzahnten Ausbildung in den Vertriebslinien
07.09.2004: Projektmeeting zur ersten Analyse der Erfahrungswerte und Maßnahmenabstimmung.
14.09.2004: Auftaktveranstaltung "Job ohne Barrieren" unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung.
06.12.2004: Projektmeeting zur Entwicklungsbewertung und Abstimmung Folgeaktivitäten.
02.03.2005: Erfahrungsaustausch und Einleitung der Abschlussphase für die ersten Teilnehmer des Projekts "Verzahnte Ausbildung"

Ende Oktober 2004: Erhebung der Berufsbildungswerke über die im Verbund mit der METRO Group geschlossenen Praktika. Die Auswertung wird zur Prüfung für die mögliche Erfassung über "Praktikantenschlüssel" benötigt.

Ende November 2004: Informationen zu dem Projekt V.A.M.B. im Intranet der METRO Group.

Anfang Dezember 2004: Projektmeeting zur Entwicklungsbewertung und Abstimmung Folgeaktivitäten.

Anfang Dezember 2004: Detaillierte Informationen zur Verzahnten Ausbildung im Vergleich zum Betriebspraktika an die Märkte incl. Informationen zur Anrechnung der Auszubildenden

Anfang Januar 2005: Start der Wissenschaftlichen Begleitung mit dem Ziel der Entwicklung von Handlungskonzepten zur Entwicklung eines betreuten Stufenmodells der verzahnten Ausbildung.

Anfang März 2005: Treffen der Auszubildenden der Projektstufe I: Erfahrungsaustausch und Einleitung der Prüfungsvorbereitungen.

April/Mai 2005: Prüfungen der Auszubildenden aus dem Projekt

Wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Hamburg:
Jugendliche, Berufsbildungswerke und teilnehmende Betriebe werden von einem wissenschaftlichen Projektteam begleitet, das bis Ende 2006 die in diesem Modellvorhaben gesammelten Erfahrungen auswertet. Im Vordergrund steht die Untersuchung, für welche Jugendlichen die verzahnte Ausbildung geeignete Chancen bereit hält, den Weg ins Berufsleben zu finden und welche Rahmenbedingungen dafür erfüllt sein müssen. Dabei werden die Voraussetzungen geprüft, die für eine lebens- und berufsnahe Integration von Jugendlichen seitens der Ausbilder und auszubildenden Betriebe notwendig sind.
Als Modellprojekt eröffnet es die Perspektive, die Erfahrungen für weitere Betriebe und Ausbildungsgänge aus dem technischen (Informationselektroniker, IT-Berufe etc.) und kaufmännischen Bereich (Bürokaufleute) aufzubereiten und fruchtbar werden zu lassen und damit die Barrieren abzubauen, die behinderten Jugendlichen bei ihrem Start ins Berufsleben häufig im Wege stehen

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.01.2005


Abschluss:

31.03.2007


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung - BMGS (2002-2005)
  • Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung - BMA; seit 2005: BMAS
  • Job-Initiative mit Mitteln des Ausgleichsfonds (wiss. Begleitung)

Projektleitung:

  • Seyd, Wolfgang, Prof. i. R. Dr. |
  • Vollmers, Burkhard, PD Dr. |
  • Schulz, Katrin, Dipl.-Päd. |
  • Schwarz, Antje

Institutionen:

Kontakt:METRO GroupAntje SchwarzMetro-Straße 140235 Düsseldorf
Projektteam:Bundesministerium für Arbeit und Soziales(vorher Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung)Bundesarbeitsgemeinschaft der BerufsbildungswerkeLandschaftsverband RheinlandRegionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit
Wissenschaftliche Begleitung:Universität Hamburg, Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik(Prof. i. R. Dr. Seyd, Dr. Vollmers, K. Schulz) Homepage: https://www.ew.uni-hamburg.de/de/einrichtungen/ew3.html...

Projektbericht unter https://www.bbw-rv.de/fileadmin/bbw-rv/pdf/projekte/BMAS_VAmB_BBWs_Unternehmen.pdf

Seyd, Wolfgang (2005): Verbundmodelle in der beruflichen Rehabilitation
- der Modellversuch V.A.M.B. (Verzahnte Ausbildung METRO Group mit Berufsbildungswerken). In: Berufliche Rehabilitation 19 (2005) 2, S. 5-21.

Seyd, Wolfgang (2006): Verzahnte Ausbildung Metro Group mit Berufsbildungswerken - V.A.M.B. Behindertenrecht. Boorberg / München. S. 177-181

Seyd, Wolfgang (2007): Verzahnte Ausbildung - Erkenntnisse und Perspektiven für die berufliche Rehabilitation In: Studien zur Berufspädagogik. Kovac / Hamburg. 152 S.

Noppenberger, Stefan (2008): Chancen für Lernbehinderte In: Personal 60, 1 / Verlagsgruppe Handelsblatt / Düsseldorf. S. 36-37

Abschlussbericht

Interlocked vocational training Metro Berufsbildungswerke (V.A.M.B)

As part of the project "Verzahnte Ausbildung mit den Berufsbildungswerken" (V.A.M. B), METRO Group, in cooperation with the Federal Association of Vocational Training Centers, is testing so-called "interlocked training" in accordance with §35 Section 2 of SGB IX. This gives young people from vocational training centers the opportunity to complete parts of their vocational training directly in METRO Group companies and stores instead of in vocational training centers. The vocational training centers retain responsibility for training and accompany the young people. If the trial phase is successful, METRO Group will expand its initiative to integrate these young people with disabilities into the primary labor market. Tasks of the vocational training centers: The vocational training centers' training supervisors ensure that their young people receive the best possible individual support during their practical phase. The tasks of the vocational training centers include assessment, in which the strengths and weaknesses of the participants are determined using differentiated methods that have been tested in the social sciences and are used as the starting point for appropriately differentiated learning strategies. An individual support and integration plan is developed for each participant in accompanying teams that include METRO Group employees as well as employees of the vocational training centers. The core of this support and integration plan is an agreement on objectives that is concluded with the person concerned and in which he or she commits to active participation in vocational training at METRO Group and instruction at the vocational school. Educational interventions are agreed upon, implemented and evaluated in a controlled manner under the leadership of the BBW employees with the specialists of METRO Group. The vocational training centers also support the disabled young people during their practical training by providing socio-educational support, special needs education and - in individual cases - psychological counseling. Project scope and schedule: The project will initially start in the North Rhine-Westphalia area. The young people registered by the vocational training centers from North Rhine-Westphalia completed the scheduled assessment, in which they demonstrated their technical skills in group discussions, test examination sheets and playful elements and were able to present the experience they had already acquired. The decisive factor was to identify the particular strengths of the selected young people in their day-to-day work at the company, to develop their skills in the future and to reduce possible weaknesses through targeted support and assistance. The applicants started the company phase of vocational training in September 2004 in the sales divisions of the METRO Group. The experience gained from the project is being documented and evaluated with the aim of building on it a proposal for repeating the project in the next training year. Project progress: 02.06.2004: 1st meeting with the Federal Ministry of Health and Social Security and the vocational training centers. 23.06.2004: Kick-off meeting V.A.M.B. 13.07.2004: Assessment for the predominantly learning disabled. 01.09.2004: Start of the one-year interlocked vocational training in the sales divisions 07.09.2004: Project meeting for the first analysis of the empirical values and coordination of measures. 14.09.2004: Kick-off meeting "Job without barriers" under the auspices of the Federal Ministry of Health and Social Security. 06.12.2004: Project meeting for development evaluation and coordination of follow-up activities. 02.03.2005: Exchange of experiences and initiation of the final phase for the first participants of the "Interlocked Vocational Training" project End of October 2004: Survey of the vocational training centers on the internships concluded in cooperation with METRO Group. The evaluation is needed for the examination for the possible recording via "trainee key". End of November 2004: Information on the V.A.M.B. project on the METRO Group intranet. Beginning of December 2004: Project meeting for development evaluation and coordination of follow-up activities. Beginning of December 2004: Detailed information on V.A.M.B. interlocked vocational training compared to company internships sent to the stores incl. information on crediting the trainees Beginning of January 2005: Start of scientific monitoring with the aim of developing action concepts for the development of a supervised step-by-step model of interlocked vocational training. Beginning of March 2005: Meeting of the trainees from project stage I: Exchange of experiences and initiation of examination preparations. April/May 2005: Examinations of the trainees from the project Scientific monitoring by the University of Hamburg: Young people, vocational training centers and participating companies are accompanied by a scientific project team, which evaluates the experiences gathered in this model project until the end of 2006. The focus is on investigating for which young people interlinked vocational training offers suitable opportunities to find their way into working life and which framework conditions must be met for this to happen. The conditions necessary for the integration of young people on the part of the trainers and the companies providing the training will be examined. As a model project, it opens up the prospect of processing the experience gained for other companies and training courses in the technical (information electronics technicians, IT professions, etc.) and commercial (office clerks) sectors and making it fruitful, thus breaking down the barriers that often stand in the way of young people with disabilities starting out in working life

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO3150


Informationsstand: 14.04.2020