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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Inanspruchnahme und wahrgenommene Barrieren des Gesundheitswesens bei Menschen mit Behinderung in Deutschland

Ergebnisse des GEDA 2014/2015-EHIS-Survey

Autor/in:

Wetzel, Lorena Denise; Rathmann, Katharina

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2020, Volume 15 (Issue 4), Seite 332-339, Berlin, Heidelberg, New York: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755, eISSN: 1861-6763

Jahr:

2020

Der Text ist von:
Wetzel, Lorena Denise; Rathmann, Katharina

Der Text steht in der Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung, Volume 15 (Issue 4), Seite 332-339

Den Text gibt es seit:
2020

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.1007/s11553-020-00768-y)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund

Menschen mit Behinderungen sind in der gesundheitlichen Versorgung benachteiligt. Eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung verlangt einen gleichberechtigten Zugang zum Gesundheitswesen ohne Barrieren. Erstmals werden Inanspruchnahme und wahrgenommene Barrieren des Gesundheitswesens bei Menschen mit und ohne Behinderung, differenziert nach dem Grad der Behinderung (GdB) mittels repräsentativer Daten für Deutschland ausgewertet.

Fragestellung

Gibt es Unterschiede in der Inanspruchnahme und den wahrgenommenen Barrieren des Gesundheitswesens von Menschen mit im Vergleich zu Menschen ohne Behinderungen?

Material und Methode

Datenbasis bildet der Survey „Gesundheit in Deutschland Aktuell 2014/2015". Die Stichprobe umfasst 23.481 Personen mit und ohne Behinderungen, wovon 1295 Personen (5,5 Prozent) einen GdB <50 und 2395 Personen (10,2 Prozent) einen GdB 50 aufweisen. Uni-, bi- und multivariate Analysen wurden für die abhängigen Variablen Besuch von Haus- und Fachärzt:innen, ambulante und stationäre Krankenhausaufenthalte und wahrgenommene Barrieren (unter anderem Wartezeit auf einen Termin, Entfernung, Nicht-Bezahlbarkeit von Untersuchungen) vorgenommen.

Ergebnisse

Menschen mit Behinderungen haben höhere Chancen für eine Inanspruchnahme des Gesundheitswesens als Menschen ohne Behinderungen. Dabei zeigt sich ein behinderungsspezifischer Gradient nach dem GdB. Menschen mit Behinderungen nehmen außerdem häufiger Barrieren im Gesundheitswesen wahr als Menschen ohne Behinderungen, zum Beispiel für Untersuchungsverzögerungen aufgrund einer weiten Entfernung und weil sie sich ärztliche Untersuchungen nicht leisten können.

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse verdeutlichen den in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen geforderten Abbau von Barrieren im Gesundheitswesen für Menschen mit Behinderungen. Studien sind aufgefordert, zielgruppenadäquate Bedarfe und Barrieren in der Gesundheitsversorgung, differenziert nach dem GdB, zu erfassen.

Wo bekommen Sie den Text?

Prävention und Gesundheitsförderung
https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Prävention und Gesundheitsförderung
https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Utilization and perceived barriers of the healthcare system for people with disabilities in Germany

Results of the GEDA 2014/2015-EHIS-survey

Background

People with disabilities are still disadvantaged in health care. Equal access without barriers is necessary for appropriate health care. For the first time the utilization and perceived barriers of the healthcare system were analyzed by representative data for people with disabilities, differentiated according to the degree of disability (DoD), and in comparison to people without disabilities in Germany.

Objectives

What differences exist in the utilization and perceived barriers of the healthcare system among people with and without disabilities?

Materials and methods

Data of the representative survey "Gesundheit in Deutschland Aktuell 2014/2015" was used. The sample includes N = 23,481 people, among them there are n = 1295 persons (5.5 percent) with a DoD <50 and n = 2395 persons (10.2 percent) with a DoD ≥50. Uni-, bi- and multivariate analyses were conducted for the dependent variables, id est, visit of general practitioner and specialists, outpatient and inpatient hospitalizations and perceived barriers (exempla gratia waiting time for an appointment, distance, nonaffordability of examinations).

Results

People with disabilities have a higher chance of using the healthcare system than people without disabilities. A disability-specific gradient according to the DoD becomes apparent. In addition, people with disabilities are more likely to experience barriers in the healthcare system than people without disabilities, example gratia for examination delays due to a long distance and for nonaffordability of medical examinations.

Conclusions

The results emphasize the need for reduction of barriers in the healthcare system for people with disabilities as required by the Convention on the Rights of Persons with Disabilities. Studies are requested to identify needs of specific target groups and barriers in health care, differentiated according to the DoD.

Referenznummer:

R/ZA0033/0137

Informationsstand: 05.04.2022