Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt Modellprojekt
AktiVoReha – Aktiv vor Reha

Beschreibung / Inhalte

Das Projekt „AktiVoReha“ ist ein Angebot für Menschen im Leistungsbezug des Jobcenters MYK mit
• zu erwartenden oder beginnenden Reha-Bedarfen
• psychischen Beeinträchtigungen und/oder
• komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen

Ziel ist es, bei diesen Kunden*innen die Erhaltung und/oder Wiederherstellung Ihrer Erwerbsfähigkeit in den Fokus zu stellen. Durch den Einsatz innovativer Leistungen mit primär präventivem Charakter soll in Zusammenarbeit mit einem multiprofessionellen Team ein (mitunter) verfrühter Übergang in die Erwerbsminderungsrente oder die Notwendigkeit einer Beantragung von Eingliederungshilfen vermieden bzw. reduziert werden. Konkret werden die Teilnehmer*innen hierzu über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten von qualifiziertem Fachpersonal gecoacht. Methodisch werden die Interventionen bedarfsorientiert kurativ, klinisch-rehabilitativ, pädagogisch-arbeitsintegrativ oder arbeits-und/oder organisationspsychologisch ausgerichtet. Somit tragen diese Einheiten dazu bei, die Resilienz und das Selbstwerterleben der Kunden*innen zu stärken und/oder sie durch arbeitsmarktintegrative Maßnahmen für eine nachhaltige berufliche Teilhabe zu qualifizieren.
Zugang zum Projekt erhält die o.g. Zielgruppe durch eine Fallbesprechung der Integrationsfachkraft mit einem klinischen Psychologen und einem Arbeitsmediziner (sog. Analysetool). Im Rahmen einer anschließenden Intensivbetreuung werden die individuell bedeutsamen Maßnahmen erarbeitet und in einem Hilfeplan dokumentiert. Die Angebote umfassen psychologische Coaching-Angebote im Einzel- und Gruppensetting, Qualifizierungsbausteine sowie eine individuelle Nachbetreuung.

Eckdaten zum Projekt:

Projektlaufzeit: 1.11.2021 – 31.10.2026
Teilnehmer für das Analysetool: 1.500 Kunden*innen
Netzwerkpartner: AktiVoReha wird in Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern in Saffig angeboten, von deren Seite Coaches für teilnehmende Kunden*innen über 25 Jahren gestellt werden. Darüber hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Eichenberg-Institut in Koblenz. Sie generieren medizinische und psychologische Fachkräfte zur Durchführung des Analysetools sowie die Coachings.

AktiVoReha – ein Projekt im Rahmen des vom BMAS geförderten Bundesprogrammes „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“. Es wird vom Jobcenter Mayen-Koblenz zusammen mit einem weiteren Partner durchgeführt: Der Partner „Barmherzige Brüder Trier gGmbH“ ist in der Region ein anerkannter Partner, wenn es um Menschen mit Handicap geht. Es ist ein Partner, mit dem das Jobcenter MYK sehr eng in REHA-Fragen zusammenarbeitet.
Das Jobcenter MYK ist ein zugelassener kommunaler Träger welcher ISO und AZAV zertifiziert ist. Das Jobcenter beherbergt einen eigenen Projektbereich. Zurzeit beschäftigt sich das Jobcenter mit der Partizipation der Hilfeempfänger. In Workshops werden Bedürfnisse mit den Hilfeempfängern erarbeitet, die auch in dieses Projekt mit einfließen.
Die Innovationen für das Jobcenter MYK sind, dass (a) die Hilfeempfänger betrachtet werden unabhängig davon wo sie stehen, (b) eine ganzheitliche Betreuung angeboten wird, (c) die Koordinierung zentral aus dem Jobcenter gesteuert wird, (d) ein umfangreiches Assessment zu Beginn der Hilfe etabliert wird. Die Kernelemente 2, 5 und 8 werden öffentlich ausgeschrieben. Das Jobcenter Mayen-Koblenz ist für die ausgeschriebene Leistung sowohl ausschreibende Stelle als auch Auftraggeber. Die übrigen Kernelemente werden durch die geplanten Letztempfänger sowie das Jobcenter sichergestellt.

Kernelemente des Projektes sind dabei:
(1) Akquise der Teilnehmer
(2) Analyse des Einzelnen verknüpft mit einer individuellen Zielplanung (diagnostisches
Eingangsverfahren)
(3) Individuelle ambulante Intensivbetreuungsangebote im Hilfesystem
(4) Nachbetreuung
(5) Individuelle Coaching-Angebote auf der kurativen Ebene
(6) Individuelle (Qualifizierung) - Bausteine
(7) Projektkoordination Netzwerkarbeit in der Region/ Öffentlichkeitsarbeit
(8) wissenschaftliche Begleitung
Die Maßnahmemodule 1 bis 8 sind folgendermaßen konzipiert:

1) Akquise der Teilnehmer
Die zuständigen Fachkräfte des JC werden in persönlichen Beratungsgesprächen die einzelnen Teilnehmer dem Projekt zuweisen. Die erforderlichen Vormerklisten werden zentral geführt und gesteuert. Das Arbeitspaket Akquise wird im Projekt durchgängig arbeiten. Federführend ist das Jobcenter. Die einzelnen Partner arbeiten hier Hand in Hand. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess im operativen Ablauf wird in diesen Arbeitspaketen durch eine Koordinierungsgruppe sichergestellt. Die Koordinierungsgruppe trifft sich auf Einladung des Jobcenters alle zwei Monate und nach Bedarf. Die wissenschaftliche Begleitung ist ebenfalls Mitglied der Koordinierungsgruppe.
Alle Teilnehmer*innen werden in einer gemeinsamen Liste geführt und dem diagnostischen Eingangsverfahren zugeführt.

2) Analyse des Einzelnen verknüpft mit einer individuellen Zielplanung (diagnostisches Eingangsverfahren)
Zur Identifikation der vorliegenden Problemlagen bezüglich des Projektteilnehmers werden interdisziplinäre (rechtsübergreifende) Fallbesprechungen mit der jeweiligen Beteiligung der betreuenden Kraft, einem klinischen Psychologen und/oder einem Arbeitspsychologen und einem Facharzt (z.B. Allgemeinmediziner, Psychiater, Sozialmediziner) durchgeführt. Dabei sollen sowohl die klinisch relevanten als auch die subklinisch und sozialpädagogisch einzuordnenden Entwicklungshemmnisse in ihrem Zusammenspiel gemeinsam erörtert werden. Diese Fallbesprechungen können individuell mit und ohne den Projektteilnehmer durchgeführt werden. Im Ergebnis liefert das diagnostische Eingangsverfahren einen schnellen Handlungsleit- faden zum weiteren interdisziplinären (rechtsübergreifenden) Case-Management. Um zu differenzieren, welche Teilnehmer eine Intensivbetreuung erhalten und welche nicht und welche Interventionsmodule bedarfsgerecht welchen Teilnehmern zugeordnet werden sollen, kommt ein spezielles AssessmentVerfahren zur Anwendung, das folgende psychologische Dimensionen für jeden Teilnehmer individuell beurteilt: Resilienz, Erwerbsbezogene Veränderungsmotivation, Eigeninitiative, subjektives Stresserleben, die psychische und körperliche Gesundheit sowie die Erfolgs-Prognose auf Basis des Kompetenzprofils. Die Differenzierung wird mittels spezifischer Cut-Off-Werte vorgenommen.

3) Individuelle ambulante Intensivbetreuungsangebote (Case-Management) im Hilfesystem
Das Projekt verfügt über vier Intensivbetreuer. Hierbei ist ein Intensivbetreuer schwerpunktmäßig für die Personengruppe im Übergang Schule und Beruf zuständig. Diese Spezialisierung ist erforderlich, da hier mit anderen Akteuren (Schulsozialarbeit, Jugendhilfe usw.) zusammengearbeitet werden muss. Die Intensivbetreuung stellt im Kern eine individualisierte Bedarfsorientierung und Leistungserbringung dar. Diese Begleitung umfasst alle Themen rund um Gesundheit, Freizeit, Bildung und Arbeit. Im Fokus stehen Menschen, die aufgrund ihrer körperlich / seelischen Beeinträchtigungen bzw. Erkrankungen Schwierigkeiten haben, dauerhaft im 1. Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Aufgrund Ihrer Arbeitslosigkeit und /oder ihrer psychischen Belastungen erleben diese Menschen häufig gesellschaftliche Isolation. Aufgrund dieser kommt es häufig zu einer Selbstüberschätzung oder Unterschätzung der eigenen Gesundheit oder Leistungsfähigkeit. Für viele dieser Menschen sind gerade „Übergänge“, wie zum Beispiel, Krankheit in Gesundheit von längerer Arbeitslosigkeit in Beschäftigung eine erhebliche Schwierigkeit.

Die individuelle Intensivbetreuung umfasst die Planung und Initiierung geeigneter präventiver Maßnahmen, die diese Fehleinschätzungen aufdecken und eine umfassende Veränderung der individuellen Lebenslage der Teilnehmenden bezwecken sollen. Durch diese intensive individuelle Unterstützung sollen die Teilnehmenden wieder eine realistische Vorstellung von ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten aber auch von ihren Einschränkungen und Hilfebedarfen entwickeln und wieder ein grundlegendes Interesse an einer aktiven Gestaltung des eigenen Lebens bekommen. Im Coachingverfahren wird die vierte Säule des Gesundheitssystems fest verankert sein. Die Befähigung zur Selbsthilfe ist eine zentrale Aufgabe im Coaching. Nach Bedarf werden Selbsthilfegruppen eingerichtet, die in Absprache mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeunterstützung in Rheinland-Pfalz initiiert werden. Teilnehmer*innen, die bisher noch keine präventiven Gesundheits- und Beratungsangebote aus unterschiedlichen Gründen wahrgenommen haben, sollen in die Lage versetzt werden, Eigenverantwortung für ihre körperliche sowie seelische Gesundheit zu übernehmen. Die Intensivbetreuung zeichnet sich durch eine zeitnahe und nachhaltige sozialpädagogische Begleitung aus. Durch die präventive Ausrichtung dieser Begleitung kann verhindert werden, dass sich Problemlagen verfestigen bzw. neue Problemlagen entstehen und zu kaum überwindbaren Vermittlungshemmnissen werden.

Auf der Basis des diagnostischen Eingangsverfahrens wird mit allen Beteiligten ein Hilfeplan erstellt. Hierin wird detailliert beschrieben, welche Veränderungen bis zu welchem Zeitpunkt mit welcher Unterstützung angestrebt werden sollen. Dieser Hilfeplan wird in regelmäßigen Abständen überprüft und modifiziert. Durch diese Gleichzeitigkeit der Betreuung mit Blick auf die Vermittlung in Arbeit und Bearbeitung der sozialen und gesundheitlichen Problemlagen kann die Verweildauer im jeweiligen Leistungsbezug gesenkt werden oder ein Hineinrutschen bestenfalls verhindert werden.

4) Nachbetreuung
Ziel ist es, Klienten und Arbeitgeber durch Beratung und Begleitung bei der Ausübung und Sicherung einer möglichst dauerhaften Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Wichtig ist, dass der Klient den Übergang in das Beschäftigungsverhältnis nicht als letzten Schritt seiner eigenen Entwicklung empfindet, sondern sich weiterem Entwicklungsbedarf im betrieblichen Alltag stellt und gesundheitsfördernde Angebote weiter annimmt. In diesem Teil ist die Arbeitgeberberatung hervorzuheben, die zwei Schwerpunkte umfasst:
  • Betriebliche Unterstützung, z.B. durch Moderation von Mitarbeitergesprächen oder Konfliktmanagement
  • Betriebliche Beratung, z.B. über mögliche Förderleistungen sowie dessen Beantragung

5) Individuelle psychologische Coaching-Angebote auf der kurativen Ebene / Unternehmensberatung
a) Arbeitsintegrative ambulante Einzel- und Gruppen-Psychotherapie exklusiv
Um den Teufelskreis aus Behandlungs- und Vermittlungshemmnissen zu durchbrechen, soll eine rechtskreisübergreifende arbeitsintegrative Behandlungsinfrastruktur eingerichtet werden. Für diese Leistung stehen dem Projekt Psychologen zur Verfügung. Die Psychotherapeuten haben langjährige Erfahrung in der psychotherapeutischen Zusammenarbeit mit der Zielgruppe. Die angewendeten psychotherapeutischen Strategien basieren auf anerkannten verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen, systemischen, traumatherapeutischen und hypnotherapeutischen Ansätzen und sind darüber hinaus insgesamt gezielt arbeitsintegrativ ausgerichtet.
b) Entstigmatisierendes und therapiemotivierendes Einzel- und Gruppencoaching
Zur Verbesserung der Therapiemotivation und Entstigmatisierung von psychischen Beeinträchtigungen, Erkrankungen und psychologisch-psychiatrischen Interventionsmöglichkeiten sollen innovative Einzelund Gruppeninterventionen stattfinden, die das Interesse und den Zugang der Teilnehmer für solche Strategien verbessern soll. Dabei werden auch innovativ-spielerische Gruppenkonzepte, wie eine psychologische Experimentiershow im Sinne der bekannten Knoff-Hoff-Show zu physikalischen Experimenten angewendet. Die Leistungen werden von Dipl. / M.Sc. Psychologen erbracht.
c) Unternehmensberatung, Fachvorträge, Workshops und Coachings für Arbeitgeber der Region Viele Arbeitgeber haben Vorbehalte und Ängste gegenüber einer Einstellung von psychisch beeinträchtigten Menschen. Fachvorträge, Workshops und ein Coaching-Angebot für Arbeitgeber sollen zu einer Reduktion von Ängsten, Vorbehalten und stigmatisierenden Einstellungen gegenüber psychisch beeinträchtigten Menschen beitragen. Alle Angebotsmodule werden nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie online angeboten werden.

6) individuelle (Qualifizierungs-) Bausteine
Den Intensivbetreuern stehen in Absprache mit den persönlichen Ansprechpartnern im Jobcenter, alle arbeitsmarktintegrativen Leistungen des SGB II i.V.m. dem SGB III zur Verfügung- sowie die kommunalen Eingliederungsleistungen des § 16a SGB II. Eine detaillierte Auflistung die im Regelgeschäft genutzten Angeboten sind im Formular „Einzelmaßnahmen im Projekt“ benannt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die im Regelgeschäft angebotenen Qualifizierungsbausteine die im Projekt vorgehaltenen präventiven Angebote ergänzt. Für Menschen mit zusätzlichen Suchtproblematiken wird in Zusammenarbeit mit dem klinischen Bereich vor Ort ein präventives niedrigschwelliges Angebot unterbreitet. Durch die Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Rheinland- Pfalz werden über das Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ auch die dort zur Verfügung stehenden präventiven Angebote den Projektteilnehmern zugutekommen.

7) Projektkoordination Netzwerkarbeit in der Region / Öffentlichkeitsarbeit / Nachhaltigkeit
Die JC haben hervorragende Erfahrungen mit der professionellen Netzwerkarbeit gemacht. Ein hauptamtlicher Netzwerker soll neben dem Arbeitspaket „Akquise“ auch die Koordinierung der Netzwerkarbeit in der Region / Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. Diese Netzwerkstelle wird der Motor des Projektes sein. Hier laufen alle wichtigen Informationen zusammen. Der Netzwerk-Koordinator leitet die Koordinierungsgruppe. Die Projektkoordination kümmert sich um die finanztechnische Abwicklung und Verwaltung des Projektes.

a) Netzwerkarbeit in der Region
Die Verantwortlichen wollen das Projekt innerhalb der Region in die wirtschaftlichen Netzwerke etablieren. Die besten Ergebnisse werden durch eine professionelle Netzwerkstrategie erreicht. Das Projekt lehnt sich an die entwickelte Vorgehensweise von Prof. Reis Hochschule Frankfurt an, welche von den Netzwerke ABC vorgeschlagen wird.
Neben vorhandenen Netzwerken der Partner werden neue Strukturen bedarfsorientiert aufgebaut, um im ersten Schritt Informationsnetzwerke zu etablieren.
Die Kommunikation nach außen aber auch nach innen ist von entscheidender Bedeutung.
Themenschwerpunkte für die Kommunikation nach Innen:
  • Über die Arbeit des Projektes informieren
  • Mehrwert aufzeigen
  • Innovationskraft nutzbar machen Themenschwerpunkte nach außen:
  • Vorteile für die Akteure bewusst machen
  • Projekt bekannt machen
  • Image und Bewusstseinswandel in der Region mitgestalten im Sinne des Projektes
Insbesondere sollen die Arbeitgeber der Region durch Fachvorträge, Workshops und Coachings durch Experten ihre Ängste, Vorbehalte und stigmatisierenden Einstellungen gegenüber psychisch beeinträchtigten Menschen reduzieren.
Organisiert wird die Netzwerkarbeit durch das Jobcenter. Das Arbeitspaket wird den ganzen Projektzeitraum angeboten und durchgeführt. Das Arbeitspaket „Netzwerkarbeit“ wird eng mit dem Arbeitspaket „Evaluation“ zusammenarbeiten.

b) Öffentlichkeitsarbeit
Unabdingbar zum Gelingen des Projektes gehört eine Öffentlichkeitsoffensive. Fokus soll hier auf die Arbeit aber auch auf die Zielgruppe gelegt werden. Sie soll neben den digitalen Verbreitungswegen auch die traditionellen Printmedien bedienen. Ein Internetauftritt wird über die Arbeit und die Möglichkeiten informieren. Eine APP und ein Podcast können dabei helfen treffsicher die Zielgruppe(n) zu erreichen.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist Aufgabe des Jobcenters in Abstimmung mit den Verbund- und Kooperationspartnern.

c) Nachhaltigkeit durch prozessbegleitendes Monitoring
Die Sicherung der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse verlangt einen eigenen Aufwand und Netzwerkkompetenzen. Aus diesem Grunde ist die Aufgabe der Nachhaltigkeit hier abgebildet. Das Nachhaltigkeitskonzept spielt in der gesamten Projektlaufzeit eine entscheidende Rolle. Das Projektpersonal wird sich an den innerhalb der Phasen beschriebenen Methoden orientieren, jedoch sind diese nicht dogmatisch und müssen jeweils immer wieder an die spezifischen Projektinhalte, interne und externe Bedingungen, Zeitplanungen, Umsetzungsmöglichkeiten sowie interne und externe Vernetzungen angepasst werden.

Phase 1: Entwickeln der Nachhaltigkeitsstrategie und des Nachhaltigkeitskonzepts
  • Analyse der einzelnen Zielgruppen mit ihrem Interessenlevel zu den konkreten Projektzielen und -ergebnissen;
  • Gegenüberstellung der Interessenlevel zu den im Projekt produzierten Teilergebnissen, Endergebnissen (z.B. Konzepte, Wissen, Technologien, Systeme);
  • Diskussion und Festlegung der optimalen Transferwege und -instrumente zu den bekannten Zielgruppen (z.B. Newsletter, offline und online Medien, Testphase);
Phase 2: Verwertbarkeit von Projektergebnissen
  • Adaption der internen Projektergebnisse entsprechend an die Interessen anderer externer Nutzerstrukturen und Interessengruppen (z.B. andere Zielgruppen, Stakeholder);
  • Gestaltung von Handbüchern, Leitfäden, Manuals, Präsentationen, Flyer (in Fremdsprachen) offline, online;
  • Gestaltung von Webplattformen zum Ergebnisaustausch
Phase 3: Verbreiten und Verstetigen von Projektergebnissen
  • Information interner und externer Strukturen über Projektprozesse und -ergebnisse sowie die Nutzung während und nach der Projektlaufzeit;
  • Einsatz von IKT (Informations- und Kommunikation) -Instrumenten entsprechend den Möglichkeiten und Rahmen der potentiellen Nutzer und Nachnutzer (z.B. offline und online Medien, Newsletter, Mailings);

8) wissenschaftliche Begleitung
Die wissenschaftliche Begleitung im Modellvorhaben schafft eine Grundlage für die Überprüfbarkeit der Ergebnisse. Neben den Daten aus dem Analysetool werden ergänzende qualitative und quantitative Daten zu verschiedenen Messzeitpunkten erhoben, wodurch Verläufe und Projekterfolge sichtbar gemacht werden. Qualitative Daten entspringen u.a. Gruppendiskussionen und telefonischen Interviews mit allen beteiligten Akteuren (JC, Bildungs- bzw. Durchführungsträger, Regionalpartner etc.). Daten zu den 1500 Teilnehmenden werden quantitativ mit Hilfe einer Online- bzw. schriftlichen Befragung (je nach besserer Erreichbarkeit) erhoben (siehe Arbeitspaket „wissenschaftliche Begleitung“). Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung fließen im Sinne einer formativen Evaluation in das Projekt ein. Damit unterstützt die wissenschaftliche Begleitung die Umsetzung der Projekte und dient der Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit. Sie gibt Hinweise auf die Möglichkeiten einer Verstetigung der gewählten Projektansätze. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das ISM in Mainz. Das Leistungsspektrum umfasst die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Förderprogrammen und Modellversuchen. Schwerpunkte wissenschaftlicher Begleitforschungen und Evaluationsvorhaben sind Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene, Projekt und Modellversuche im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt, u.a. auch im Themenfeld Inklusion und berufliche Rehabilitation.

Projektdaten

Beginn:

01.11.2021


Abschluss:

31.10.2026


Fördernummer:

662Z0252X1

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages; Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" (zweiter Förderaufruf)

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Kretschmer, Christoph

Mitarbeitende:

  • Braun, Christina | 
  • Engers, Iwona | 
  • Scheib, Andreas | 
  • Hermann, Reiner | 
  • Jungbluth, Peer

Institutionen:

Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz
Marktplatz 24
56727 Mayen
Telefon: 02651-7055-0 E-Mail: jobcenter@kvmyk.de
Homepage: https://www.jobcenter-myk.de/

Barmherzige Brüder Saffig
Homepage: https://www.bb-saffig.de/bbsaf/index.php

ISM Mainz
Homepage: https://ism-mainz.de/

Eichenberg Institut
Homepage: https://www.eichenberginstitut.de/

Referenznummer:

R/FO126041


Informationsstand: 15.03.2022