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Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt Modellprojekt
KontextSucht – Kontextbezogene Entwöhnungsbehandlung für Suchtrehabilitanden mit und ohne Begleitkinder zur nachhaltigen Sicherung des Reha-Erfolgs

Beschreibung / Inhalte

Die Deutsche Rentenversicherung erbringt nach § 15 SGB VI Leistungen zur medizinischen Rehabilitation für Abhängigkeitskranke, um deren Abstinenz zu festigen und die Erwerbsfähigkeit zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Viele suchtkranke Rehabilitanden sind Eltern. Eine Mitaufnahme von Kindern in die stationäre Entwöhnungsbehandlung kann über die Haushaltshilfe nach § 74 SGB IX realisiert werden. Den Kontextfaktoren „Familie und Kinder“ wird jedoch gegenwärtig noch zu wenig systematische Beachtung in der Entwöhnungsbehandlung geschenkt.

Im Projekt soll eine intensive und nachhaltige Bearbeitung dieser Themen mittels eines speziellen innovativen Interventionskonzepts realisiert werden, das sich an Suchtrehabilitanden richtet, die Eltern von Kindern bis max. 14 Jahren sind und die Entwöhnungsbehandlung mit oder ohne Begleitkinder durchführen. Die neue Intervention wird spezifische Behandlungsmodule zur Berücksichtigung der Kontextfaktoren "Familie und Kinder" in der Suchtrehabilitation umfassen, wird familiensystemisch orientiert sein, wird die Themen Elternschaft, Erziehungskompetenz, Eltern-Kind-Beziehung behandeln, und wird bereits im ambulanten Bereich etablierte, evidenzbasierte, suchtspezifische Module ins stationäre Setting integrieren und mit weiteren notwendigen Interventionsbausteinen kombinieren. Im Fall der Mitaufnahme der Kinder in den beteiligten Rehabilitationseinrichtungen soll die Intervention auch spezifische Bausteine direkt für die Kinder umfassen. Darüber hinaus werden die Begleitkinder über die gesamte Dauer der stationären Entwöhnungsbehandlung ihrer Eltern mittels systemischer Ansätze begleitet und unterstützt.
SMART-Ziel ist die Inanspruchnahme der neuen Intervention in der Umsetzungsphase durch 510 Suchtrehabilitanden ohne Begleitkinder und 64 Suchtrehabilitanden mit Begleitkindern.

Projektdaten

Beginn:

01.11.2021


Abschluss:

31.10.2026


Fördernummer:

662S0053X1

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages; Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro“ (zweiter Förderaufruf)

ICF-Bezug des Projekts:

  • Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen.
  • Die ICF wird genutzt, z. B. durch den Einsatz von ICF-basierten Instrumenten / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Weiß, Sandra

Institutionen:

Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Georg-Schumann-Str. 146
04159 Leipzig
Telefon: 49 341 550-55 E-Mail: service@drv-md.de
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Mitteld...

Projektpartner:
DRV Bund
MEDIAN Klinik Römhild
Barbarossa-Klinik Kelbra
Institut für Medizinische Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Referenznummer:

R/FO126008


Informationsstand: 02.02.2022