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Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt
Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in der empirischen Sozialforschung (MekoS)

Beschreibung / Inhalte

Projektziele:

Ein Ziel des Projekts ist es, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kompetenzen in der Kommunikation von Menschen mit (kognitiver) Behinderung erwerben. Zudem wird eine Informationsbroschüre erstellt, welche einerseits die Wissenschaftler*innen bei zukünftigen Forschungsvorhaben unterstützen soll und andererseits Menschen mit kognitiver Behinderung in Leichter Sprache allgemein zu dieser Forschung informiert. Hierbei werden auch Vordrucke, wie u. a. die Einverständniserklärung, in Leichter Sprache erstellt.

Projektinhalte:
Das Projekt besteht aus mehreren Modulen:

1. Im Schulungsmodul "Kommunikation" erhalten die Wissenschaftler*innen eine insgesamt fünfstündige Schulung zum Thema Kommunikation mit Menschen mit Behinderung. Im ersten Teil wird dazu ein Vortrag gehalten. Anschließend haben die Seminarteilnehmer die Möglichkeit der Selbsterfahrung, welche daraufhin gemeinsam reflektiert wird. Im zweiten Teil des Moduls Kommunikation haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auf Wunsch das Erlebte anhand von Rollenspielen zu reflektieren.

2. Das Schulungsmodul "Leichte Sprache" besteht aus einem Impulsreferat. Vorgestellt werden Regeln für Leichte Sprache, Logos und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Leichten Sprache. Die Teilnehmer*innen üben anhand von eigenen mitgebrachten Beispielen Texte, Fragebögen oder einen Kurzvortrag in Leichter Sprache zu formulieren.

3. Im Rahmen einer Exkursion wird die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) "Noris Inklusion" besichtigt. Hierbei wird das Projekt MekoS präsentiert und Kontakt zu den WfbM-Beschäftigten aufgenommen, die an der inklusiven Schulung teilnehmen und beim Erstellen der Broschüre in Leichter Sprache mitarbeiten. Die Broschüre wird in der WfbM gedruckt.

4. Im Schulungsmodul "Rechtliche Rahmenbedingungen" werden die Wissenschaftler*innen zusammen mit Menschen mit kognitiver Behinderung von einer Rechtsanwältin und Berufsbetreuerin zum Thema Betreuungsrecht im Kontext von Forschung geschult. Die Schulung wird, aufgrund der gemischten Gruppe, simultan in Leichte Sprache übersetzt.

5. Gemeinsam wird die Informationsbroschüre erstellt. Diese Wendebroschüre besteht aus zwei Teilen. Zielgruppe des Teils in Leichter Sprache sind Menschen mit kognitiver Behinderung. Sie sollen durch die Broschüre die Selbstinformationsmöglichkeit zum Thema empirische Sozialforschung bekommen. Schweigepflichtentbindungen und die Datenschutzerklärung werden in Leichte Sprache anhand der Regeln von Inclusion Europe übersetzt. Im zweiten Teil der Broschüre bekommen Wissenschaftler*innen relevante Informationen über die Zusammenarbeit mit Menschen mit kognitiver Behinderung in ausgewählten Phasen des Forschungsprozesses.

Projektdaten

Beginn:

01.03.2017


Abschluss:

31.07.2017


Kostenträger:

  • Aktion Mensch e. V.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Abend, Sonja, M.A.

Institutionen:

Institut für empirische Soziologie
an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS)
Marienstraße 2
90402 Nürnberg
Telefon: 0911 23565 34 E-Mail: sonja.abend@ifes.uni-erlangen.de
Homepage: https://www.aktif-projekt.de
Homepage: https://www.ifes.fau.de/

Werkstatt für behinderte Menschen der Stadt Nürnberg - Noris Inklusion
Homepage: http://www.noris-inklusion.de/

Abend, Sonja; Bez, Anne; Galle-Bammes, Michael [u.a.] (2017): Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in der empirischen Sozialforschung. Institut für empirische Soziologie Nürnberg (ifes) (Hrsg.), Nürnberg: Eigenverlag.

Referenznummer:

R/FO125768


Informationsstand: 03.01.2020