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Projektart: Gefördertes Projekt
Prüfungsmodifikation durch Textoptimierung (PMT II)

Beschreibung / Inhalte

Berufsabschlussprüfungen sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg ins Arbeitsleben. Leider sind die Prüfungsaufgaben oft sehr kompliziert formuliert. Das ist problematisch vor allem für solche Auszubildende, die nicht so gut Deutsch können, weil sie z. B. aufgrund einer Hörbehinderung nur wenig Zugang zur deutschen Lautsprache hatten.
In den Projekten SPT und TOP ("Sonderformulierte Prüfungstexte" und "Textoptimierung von Prüfungsaufgaben", 1990-2004) wurde erforscht, welche Formulierungen und sprachlichen Konstrukte eine Prüfungsaufgabe kompliziert machen und wie man leicht verständliche Prüfungsaufgaben formuliert. Über 20.000 Aufgaben aus über 50 Berufen wurden textoptimiert und in einer Datenbank erfasst.

Ziele:

Im dem Projekt soll die TOP-Datenbank mit inzwischen 25.000 textoptimierten Prüfungsaufgaben so gestaltet werden, dass sie durch die Prüfungs(erstellungs)ausschüsse der Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Landwirtschaftskammern jederzeit für die Erstellung von barriererarmen Prüfungen eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wird an einer Software gearbeitet, die beim Erstellen barrierearmer Prüfungsaufgaben helfen kann.
Im Rahmen der Forschungsaktivitäten wird untersucht, wie sich die neuen Prüfungsformen (z. B. gestreckte Abschlussprüfungen, Projektprüfungen) auf Auszubildende mit geringer deutscher Sprachkompetenz auswirken. Außerdem werden die Untersuchungen zur Effektivität der Textoptimierung weitergeführt. Bislang konnte gezeigt werden, dass Auszubildende mit Hörbehinderung die richtigen Antworten auf textoptimierte Aufgaben signifikant schneller gaben als auf nicht textoptimierte Aufgaben (1/5 Zeitersparnis) und dass sie bei textoptimierten Aufgaben auch weniger Fehler machten. Die Daten einer Kontrollgruppe von Auszubildenden ohne Hörbehinderung werden derzeit ausgewertet.

Zielgruppen:

Die Bemühungen gelten den Jugendlichen mit Hörbehinderung, für die die kompliziert formulierten Prüfungsaufgaben eine besondere Hürde darstellen. Der Grund: Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung haben nur eingeschränkt die Möglichkeit, Lautsprache wahrzunehmen und zu gebrauchen. Deswegen können sie oft ihre Lautsprach-Kompetenz nicht voll ausbilden, was zu Problemen beim Sprache verstehen und beim Sprache gebrauchen, auch im Schriftlichen, führt. Durch die Textoptimierung der Prüfungsaufgaben soll der behinderungsbedingte Nachteil der Jugendlichen mit Hörbehinderung bei den Berufsabschlussprüfungen ausgeglichen werden.
Die Software-Projekte sind vor allem für Institutionen gedacht, die textoptimierte Prüfungen erstellen wollen: Prüfungs(erstellungs)ausschüsse in den Kammern. Aber auch Lehrerinnen und Lehrer in Schulen oder Betrieben können profitieren.

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.09.2006


Abschluss:

31.12.2011


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Projektleitung:

  • Schlenker-Schulte, Christa, Prof. Dr. ( im Ruhestand)

Institutionen:

Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen
mit kommunikativer Behinderung (FST) e. V.
An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Leitung: Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte (i. R.)
Schulstraße 7
06108 Halle (Saale)
0345/ 2 05 65 71
info@fst-halle.de
https://www.fst-halle.de

Wagner, Susanne; Schlenker-Schulte, Christa (2005): Textoptimierung von Prüfungsaufgaben - eine Handreichung. 2. überarbeitete Auflage als Sonderdruck für diegesellschafter.de, Halle: FST.

Wagner, Susanne; Schlenker-Schulte, Christa (2006): Textoptimierte Prüfungsaufgaben - ein Weg zu Chancengleichheit bei schriftlichen Prüfungen. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 1/2006, 43-46.

Wagner, Susanne & Günther, Christian (2006): Der Einfluss der Sprachkompetenz auf das Ergebnis von Berufsabschlussprüfungen. In: Hecht, H.; Berti, S; Meinhardt, G. & Gamer, M.: Beiträge zur 48.Tagung experimentell arbeitender Psychologen. Lengerich: Pabst, S. 78.

Wagner, Susanne (2006): Prüfungsmodifikation durch Textoptimierung (PMT). In: Schlenker-Schulte, C. (Hrsg.): Wissenschaft hilft Kommunikationsbarrieren überwinden. Dokumentation des FST-Forums zu 40 Jahren Rehabilitationsforschung der FST. Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag, 73-86.

Examination modification by text optimization (PMT II)

Final vocational exams are an important milestone on the way to working life. Unfortunately, the exam questions are often formulated in a very complicated way. This is particularly problematic for trainees who do not speak German well, for example, because they have had little access to spoken German due to a hearing impairment. The SPT and TOP projects ("Sonderformulierte Prüfungstexte" and "Textoptimierung von Prüfungsaufgaben", 1990-2004) investigated which formulations and linguistic constructs make an examination task complicated and how to formulate easily understandable examination tasks. More than 20,000 tasks from over 50 jobs were text-optimized and recorded in a database. Goals: In the project, the TOP database, which now contains 25,000 text-optimized examination tasks, is to be designed in such a way that it can be used at any time by the examination (preparation) committees of the chambers of industry and commerce, chambers of handicrafts and chambers of agriculture to prepare low-barrier examinations. At the same time, work is being done on software that can help create low-barrier exam items. Research activities will examine how the new forms of exams (e.g., stretched final exams, project exams) affect trainees with low German language skills. In addition, research on the effectiveness of text optimization will be continued. So far, it has been shown that trainees with hearing impairment gave the correct answers to text-optimized tasks significantly faster than to non-text-optimized tasks (1/5 time saving) and that they also made fewer errors on text-optimized tasks. Data from a control group of trainees without hearing impairment are currently being analyzed. Target groups: Efforts are directed at young people with hearing impairment, for whom the complicatedly worded examination tasks represent a particular hurdle. The reason: children and adolescents with hearing disabilities have only limited ability to perceive and use spoken language. Therefore, they often cannot fully develop their spoken language competence, which leads to problems in understanding and using speech, even in writing. The text optimization of the examination tasks is intended to compensate for the disability-related disadvantage of young people with hearing disabilities in the final vocational examinations. The software projects are primarily intended for institutions that want to create text-optimized examinations: Exam (creation) committees in chambers. But teachers in schools or companies can also benefit.

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO3388


Informationsstand: 24.07.2023