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Dokumentart(en): Sammelwerksbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Versorgungslücken bei jüngeren Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen durch(indikationsübergreifende) mobile Rehabilitation schließen: Ergebnisse einer Online-Umfrage

Poster auf dem 34. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium, 18.-20. März 2025 in Nürnberg

Obertitel:

Mensch trifft Maschine - digitale Chancen in Prävention und Rehabilitation nutzen

Autor/in:

Armbruster, Christoph; Farin-Glattacker, Erik

Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2025, Seite 536-538

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Armbruster, Christoph; Farin-Glattacker, Erik

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (in: Reha-Kolloquium 2025) (PDF | 7 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund und Zielstellung

In Deutschland ist die medizinische Rehabilitation (Reha) grundsätzlich gut ausgebaut. Sie zielt darauf ab, Menschen in ihrer Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe in der Gesellschaft zu fördern (vergleiche § 1 SGB IX). Jedoch existieren in der gegenwärtigen ambulanten und stationären indikationsspezifischen Reha-Landschaft laut einigen Autor*innen Versorgungslücken, die gerade jüngere Menschen unter 60 Jahren mit komplexen Beeinträchtigungen betreffen und zu einer Unterversorgung führen können (zum Beispiel Buschmann- Steinhage et al., 2022).

Mobile Reha (MoRe), eine aufsuchende Form der ambulanten Reha, kann zum Schließen dieser Lücken beitragen, indem sie den Betroffenen einen Reha-Zugang ermöglicht (Stolee et al., 2012). Bisherige Angebote sind bisher kaum vorhanden. In diesem Zusammenhang wird zudem ein indikationsübergreifendes Konzept als wichtig angesehen, um die Mitbehandlung von Reha-Bedarf an unterschiedlichen Organsystemen hinreichend sicherstellen zu können (zum Beispiel bei Multimorbidität) und die Reha-Maßnahme somit nicht ausschließlich auf die rehabilitationsauslösende Hauptindikation fokussiert (Wilke et al., 2024).

Erkenntnisse über Versorgungslücken und die Notwendigkeit einer (indikationsübergreifenden) MoRe beruhen bisher auf Erfahrungsberichten und konzeptionellen Überlegungen (zum Beispiel Buschmann-Steinhage et al., 2022, Wilke et al., 2024) oder wurden qualitativ erforscht (Armbruster et al., 2024). Um quantifizierbare Erkenntnisse an größerer Fallzahl zu gewinnen, wurde mit dieser Studie das Ziel verfolgt, eine Bewertung durch Expert*innen 1) zu nicht hinreichend gedeckten rehabilitativen Versorgungsbedarfen von Menschen unter 60 Jahren mit komplexen Beeinträchtigungen im gegenwärtigen Reha-Angebot, 2) zum Bedarf und damit verbundenen Vorteilen einer (indikationsübergreifenden) MoRe sowie 3) zu Indikations- und Allokationskriterien für diese Versorgungsform vorzunehmen.

Take-Home-Message

Expert*innen mit unmittelbarem Reha-Bezug nehmen in ihrer täglichen Arbeit Herausforderungen und Lücken in der Versorgung von jüngeren Menschen mit komplexen Problemlagen wahr und sehen ein Ausbau (indikationsübergreifender) MoRe daher als wichtig an.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Referenznummer:

R/NV6435x137

Informationsstand: 26.05.2025