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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Der zähe Kampf für ein Merkzeichen

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Angermann, Wolfgang

Herausgeber/in:

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Quelle:

Die Gegenwart, 2011, 65. Jahrgang (Heft 11), Seite 19-21, Berlin: Eigenverlag

Jahr:

2011

Der Text ist von:
Angermann, Wolfgang

Der Text steht in der Zeitschrift:
Die Gegenwart, 65. Jahrgang (Heft 11), Seite 19-21

Den Text gibt es seit:
2011

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Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Taubblind ist nicht die Summe aus taub und blind. Das wissen die Mitglieder des Gemeinsamen Fachausschusses Hörsehbehindert / Taubblind (GFTB) und fordern die Verbesserung der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe von Taubblinden.

Der Fachausschuss hat sich zum Ziel gesetzt, die allgemeine Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern und auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Gefordert wird die Anerkennung von Taubblindheit als eigenständige Behinderungsart durch den Gesetzgeber, da die Belange der Betroffenen kaum durch eine Addition der Bedürfnisse tauber und blinder Menschen zu ermitteln sind. Der Schwerbehindertenausweis gibt bisher die Merkmale "Bl" und "Gl" aus, gefordert wird ein Merkzeichen "Tbl" kennzeichnen zu können, dass Taubblinde und Hörsehbehinderte Anspruch auf spezielle Sozialleistungen besitzen.

Um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern, müssen bei Bedarf in allen Lebensbereichen geeignete persönliche Assistenten zur Verfügung stehen, sowie geeignete Qualifizierungsmaßnahmen vorhanden sein, um diese auszubilden. Technische Hilfen für den Alltag oder Job sollten unabhängig von Einkommen oder Vermögen für jeden Betroffenen verfügbar sein.

Nach Verhandlungen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales wartet man aktuell auf eine Stellungnahme seitens der Bundesländer. Es sei an der Zeit, sich in dieser Sache laut und vernehmlich zu äußern, denn die aktuelle Haltung der Politik, taubblinden Menschen ihre behinderungsspezifische Identität komplett zu versagen und sie stattdessen auf das unzureichende Konstrukt einer Addition der Merkmale "blind" und "gehörlos" zu verweisen um Sozialleistungen zu sparen, wird vom GFTB nicht länger akzeptiert.

Wo bekommen Sie den Text?

Verbandszeitschrift Sichtweisen (vormals: "Die Gegenwart")
https://www.dbsv.org/verbandszeitschrift-sichtweisen.html

Sichtweisen erscheint in verschiedenen Formaten: als sehbehindertengerechte Schwarzschrift-Ausgabe, in Punktschrift zum Lesen mit den Fingern oder zum Hören auf der DAISY-CD "DBSV-Inform", die zusätzlich die Hörzeitschriften der DBSV-Landesvereine enthält.

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Verbandszeitschrift Sichtweisen (vormals: "Die Gegenwart")
https://www.dbsv.org/verbandszeitschrift-sichtweisen.html

Sichtweisen erscheint in verschiedenen Formaten: als sehbehindertengerechte Schwarzschrift-Ausgabe, in Punktschrift zum Lesen mit den Fingern oder zum Hören auf der DAISY-CD "DBSV-Inform", die zusätzlich die Hörzeitschriften der DBSV-Landesvereine enthält.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Referenznummer:

R/ZS0114/0034

Informationsstand: 15.12.2011