Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Der Maschinenführer war aufgrund einer psychischen Erkrankung zunächst häufiger und dann ununterbrochen länger krank. Über ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) sollte ihm die Rückkehr an seinen Arbeitsplatz ermöglicht werden.Was wurde gemacht?
Im Rahmen des BEM wurde auch der betriebsärztliche Dienst mit einbezogen. In Gesprächen mit ihm stellte sich die Situation im privaten Umfeld und die Auswirkungen auf seine Tätigkeit heraus. Der betriebsärztliche Dienst empfahl deshalb eine psychische Therapie. Gleichzeitig wurde auch aktiv die Familie unterstützend mit einbezogen. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz erfolgte im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung, wobei in diesem Zeitraum und danach der Maschinenführer nicht mehr für den Wochenenddienst eingeteilt wird.
Im Rahmen der stufenweisen Wiedereingliederung erhielt der Mitarbeiter weiter von der gesetzlichen Krankenversicherung Krankengeld, da er vom Status her eigentlich noch weiter krankgeschrieben war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der gesetzlichen Krankenversicherungen.
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Unternehmen:
Es handelt sich um ein Bergbauunternehmen.Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:
Der Mitarbeiter war aufgrund einer psychischen Erkrankung zunächst häufiger und dann ununterbrochen länger krank. Auslöser für die Erkrankung waren private Umstände in Verbindung mit beruflichen Belastungen. Besonders die mit seinem Beruf verbundene Tätigkeit an Wochenenden und deren Auswirkungen auf seine private bzw. familiäre Situation waren dabei mit der Hauptgrund.Ausbildung und Beruf:
Der Mitarbeiter arbeitet seit mehreren Jahren als Maschinenführer beim Bergbauunternehmen im Schicht- und Wochenenddienst.Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM):
Aufgrund der krankheitsbedingten Fehlzeiten wurde ein BEM eingeleitet, dem der Mitarbeiter auch zustimmte. Die mit dem BEM beauftragte Person des Unternehmens und Mitglied des Integrationsteams führte zunächst ein Informationsgespräch zum BEM mit dem Mitarbeiter durch. Danach wurden weitere für das BEM relevante Personen, wie beispielsweise der betriebsärztliche Dienst, mit einbezogen. In Gesprächen des Mitarbeiters mit dem betriebsärztlichen Dienst stellte sich die Situation im privaten Umfeld und die Auswirkungen auf seine Tätigkeit heraus. Der betriebsärztliche Dienst empfahl deshalb eine psychische Therapie mit Sitzungen bei einem Facharzt, zu dem auch der Kontakt vermittelt wurde. Gleichzeitig wurde auch aktiv die Familie unterstützend mit einbezogen.Da weder die vorgesetzte Person noch Kolleginnen und Kollegen über die Ursache seiner hohen Fehlzeiten, besonders nach den Wochenenden, Bescheid wussten, kam es bereits zu größeren Spannungen im Team mit entsprechenden Äußerungen. Als Maßnahmen wurden eine stufenweise Wiedereingliederung vereinbart und die Arbeitszeit so gestaltet, dass er keinen Wochenenddienst mehr übernehmen musste. Auch das Team im Maschinenbereich wurde von der BEM-beauftragten Person allgemein über den Grund des Fehlens informiert, wobei hier nicht die eigentliche Erkrankung genannt und auch im Rahmen des Datenschutzes nicht genannt werden durfte.
Schlagworte
- Arbeitgebende |
- Arbeitnehmende |
- Arbeitsaufgabe |
- Arbeitsorganisation |
- Arbeitszeit |
- Belastbarkeit |
- Bergbau |
- berufliche Rehabilitation |
- Betriebliches Eingliederungsmanagement |
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- Praxisbeispiel |
- Psyche |
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- Schichtarbeit |
- Sozialverhalten |
- Stufenweise Wiedereingliederung |
- Teilhabe |
- Teilhabe am Arbeitsleben |
- Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen |
- Wiedereingliederung
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Ausdauer (psychisch)
- IMBA - Kontaktfähigkeit
- IMBA - Kritikfähigkeit
- IMBA - Kritisierbarkeit
- IMBA - Misserfolgstoleranz
- IMBA - Ordnungsbereitschaft
- IMBA - Schichtarbeit
- IMBA - Teamarbeit
- IMBA - Umstellung
- IMBA - Verantwortung
- MELBA - Ausdauer (psychisch)
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- MELBA - Kritikfähigkeit
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- MELBA - Ordnungsbereitschaft
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- MELBA - Verantwortung
Referenznummer:
Pb/111332
Informationsstand: 14.01.2026