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Projektart: Gefördertes Projekt Verbundprojekt
Zielorientierung in Diagnostik, Therapie und Ergebnismessung

Beschreibung / Inhalte

Der Rehabilitationswissenschaftliche Forschungsverbund Freiburg/Bad Säckingen (RFV) ist als interdisziplinär arbeitendes, fakultätsübergreifendes Netzwerk angelegt. Seit Beginn der Förderung im Mai 1998 sind in den Verbund insgesamt 27 Einzelprojekte und 150 kooperierende Einrichtungen in Südwestdeutschland eingebunden.

Verbundthema:
Das übergeordnete Verbundthema "Zielorientierung in Diagnostik, Therapie und Ergebnismessung" stellt den inhaltlichen Rahmen für die Bearbeitung spezifischer Fragestellungen in den Teilprojekten dar. Durch die Arbeit am Verbundthema konnte sowohl die Theoriebildung in der Rehabilitation (Theoriemodell der Rehabilitation) als auch die Weiterentwicklung der "Zielorientierten Ergebnismessung" (ZOE) in der rehabilitationswissenschaftlichen Forschung gefördert werden.

Theoretischer Hintergrund:

Das Verbundthema als inhaltliches Rahmenkonzept des Verbundes und seiner Teilprojekte orientiert sich an der ICIDH-Klassifikation der WHO. Danach stellen die Dimensionen "Aktivität" und "Partizipation" die zentralen Zielgrößen der Rehabilitation dar. Die Rehabilitationsprozesse sind insgesamt durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet, die sich auf folgende Ebenen erstreckt (Gerdes, Bengel & Jäckel, 2000):

  • Institutionelle Zuständigkeiten,
  • Phasen im Zeitverlauf,
  • soziale Bezugsstrukturen,
  • inhaltliche Perspektiven und therapeutische Professionen,
  • Ergebnisdimensionen.

Die zentralen Schwachstellen in diesen Ebenen können zusammenfassend zurückgeführt werden auf die Mechanismen der "Segmentierung" und der "Pauschalisierung". Segmentierung beschreibt den Umstand, dass die verschiedenen Teilprozesse in der Rehabilitation unverbunden nebeneinander ablaufen. Besonders an den Schnittstellen des Reha-Prozesses (Akutversorgung - stationär - ambulant - Nachsorge), aber auch innerhalb einer Rehabilitationseinrichtung zwischen den therapeutischen Professionen wirkt Segmentierung einem koordinierten, aufeinander abgestimmten Gesamtprozess entgegen. Pauschalisierung beschreibt die unzureichende Berücksichtigung der im Modell der Rehabilitation beschriebenen Ebenen bei der Planung und Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen: Standardprogramme werden für verschiedene Gruppen von Rehabilitanden durchgeführt, wobei die Zuordnung zu einer Gruppe in der Regel aufgrund der Gleichheit auf der Ebene des Impairments erfolgt. Eine entsprechende Behandlung lässt außer Acht, dass dieselbe Ausprägung auf der Impairment-Ebene aufgrund unterschiedlicher Bewältigungsprozesse (die wiederum von unterschiedlichen persönlichen Ressourcen und Umweltfaktoren beeinflusst werden) zu verschiedenen Ausprägungen auf den Ebenen Aktivität und Partizipation führen kann. Ein in diesem Sinn verstandenes Pauschalangebot vernachlässigt für die Behandlung entscheidende Faktoren und widerspricht einer auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten, an einer differenziellen Indikation orientierten Rehabilitation.

Als Lösungsansatz der skizzierten Problembereiche Segmentierung und Pauschalisierung wird im RFV die individuelle Zielorientierung verfolgt. Dieser Ansatz beinhaltet die Erfassung der individuellen Ausprägungen der Belastungen und Beschwerden der Rehabilitanden in den somatischen, funktionalen, psychosozialen und edukativen Bereichen. Eine darauf abgestimmte umfassende Rehabilitation orientiert sich an den in den jeweiligen Bereichen zu definierenden Rehabilitationszielen. Durch diese Zielorientierung lassen sich sowohl die notwendigen Teilprozesse integrieren, als auch Behandlungsgruppen bestimmen, die durch die individuellen Problemlagen der Rehabilitanden definiert sind (und nicht länger an singulären Merkmalen mit nur geringem Bezug zu den Zielgrößen der Rehabilitation). Für die Evaluation rehabilitativer Maßnahmen ergibt sich mit der "Zielorientierten Ergebnismessung" ein praktikables Vorgehen zur Bewertung von Rehabilitationseffekten unter Berücksichtigung der individuellen Zieldimensionen.

Themenschwerpunkte:
Für die rehabilitationswissenschaftliche Forschung lassen sich aus diesem Ansatz vier Themenschwerpunkte ableiten:
1. Der Schwerpunkt Schnittstellen (Themenbereich A) beinhaltet Untersuchungen, die sich unter zielorientierter Perspektive den Möglichkeiten der Integration der verschiedenen Teilprozesse und der beteiligten therapeutischen Professionen in der Rehabilitation widmen.

2. Unter dem Themenbereich B Differenzielle Indikation werden Untersuchungen zusammengefasst, die Lösungsansätze für das oben skizzierte Problem der Pauschalisierung erarbeiten. Hierzu zählen Vorhaben, die schwerpunktmäßig die Prävalenz spezifischer Belastungen, die Voraussetzungen für erfolgreiche Rehabilitation (Motivation, Krankheitsverständnis) oder Instrumente für eine gezielte Zuweisungssteuerung bei verschiedenen Patientengruppen untersuchen und damit die Grundlagen für eine differenzielle Indikation bereitstellen.

3. Untersuchungen im Themenbereich C Methoden und Gesundheitsökonomie berühren verschiedene Aspekte der Zielorientierung. Ergebnisse aus Projekten, die an einer bestimmten (zielorientierten) Methodik ausgerichtet sind, verbreitern die empirische Basis für die Ableitung von spezifischen zielorientierten Maßnahmen und unterstützen damit die differenzielle Indikationsstellung. Untersuchungen zur Ergebnisqualität rehabilitativer Maßnahmen, die Operationalisierung und die Validierung von Therapiezielen wie auch die Bestimmung des Zielerreichungsgrades bei Patienten definierter Fallgruppen und eine entsprechende ökonomische Belohnung fördern die konsequente Zielorientierung des rehabilitativen Handelns.

4. Im Themenbereich D Intervention und Evaluation sind schließlich Untersuchungen zusammen-gefasst, die die Effekte spezifischer Interventionen bewerten. Hierdurch wird ermöglicht, dass der Verordnung einer "pauschalen" Rehabilitationsmaßnahme aufgrund des Vorliegens eines bestimmten Merkmals, das für die Rehabilitation nur nachgeordnete Bedeutung hat, spezielle Maßnahmen gegenübergestellt werden können, die die rehabilitationsrelevanten Belastungen der Patienten auf der somatischen, funktionalen, psychosozialen und edukativen Ebene berücksichtigen.

Strukturelle Ziele:
Die strukturellen Ziele des Verbundes sind auf die spezifischen Erfordernisse der Verbundregion abgestimmt. Durch die hohe Dichte von stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen gibt es in Südwestdeutschland eine relativ große Menge potenzieller "Kunden" rehabilitationswissenschaftlicher Forschung. Zum einen sind diese Einrichtungen Adressaten und potenzielle Nutzer der Forschungsergebnisse in der Rehabilitation, also eine der Zielgruppen für die Distribution des gewonnenen Wissens. Zum anderen sind sie durch die klinische Tätigkeit in direkter Weise mit den Fragestellungen und Problemen der rehabilitativen Versorgung konfrontiert. Sie besitzen damit die Kompetenz, die praktische Relevanz von Forschungsfragestellungen aus klinischer Sicht zu beurteilen und sind an entsprechenden Lösungsvorschlägen interessiert. Zudem ermöglichen sie den Forschungsvorhaben den Zugang zu den Patientengruppen der verschiedenen Indikationsbereiche. Um dieses vorhandene Potenzial sowohl hinsichtlich der Förderung praxisrelevanter Forschung als auch hinsichtlich des Zugangs nutzen zu können, zielt der RFV darauf ab, die Kooperation mit den Einrichtungen der Rehabilitationspraxis auszubauen und auch längerfristig sicherzustellen. Die Anbindung kooperierender Einrichtungen an den Forschungsverbund und an die zentralen Verbundstrukturen an der Universität bzw. am Universitätsklinikum bietet hierfür die Grundlage. Daneben kann durch eine intensive Zusammenarbeit auch längerfristig rehabilitationswissenschaftliche Expertise in die Praxis vermittelt werden. Ein zentrales Anliegen des RFV ist die Umsetzung von Ergebnissen der Rehabilitationsforschung in die Praxis. Unter Berücksichtigung von Konzepten des Wissensmanagement wird hierzu im Verbund ein Verwertungsmodell entwickelt, mit dessen Hilfe dieser Prozess unterstützt und gezielte Maßnahmen abgeleitet werden können.

Beteiligte Einrichtungen:
Im RFV wurde bei der Auswahl der Teilprojekte darauf geachtet, dass alle relevanten Indikationsgruppen eingebunden, die Rehabilitationseinrichtungen direkt beteiligt und die Forschungseinrichtungen mit rehabilitationswissenschaftlicher Expertise berücksichtigt wurden. Mit der Durchführung der Forschungsvorhaben sind universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit rehabilitationswissenschaftlichem Arbeitsschwerpunkt, sowie Forschungsgruppen an Rehabilitationskliniken und bei RV-Trägern befasst. Im Laufe der Förderung konnte eine regelmäßige und institutionalisierte Kooperation und Kommunikation zwischen allen beteiligten Einrichtungen aufgebaut werden (s. Bengel & Jäckel, 2000), die sukzessive weitergeführt und ausgebaut wird. Durch die Einbindung der Rehabilitationsträger in alle zentralen Gremien der Aufbaustruktur des Verbundes wird langfristig die intensive Kommunikation und Kooperation zwischen Leistungsträgern, Leistungserbringern und Forschern sichergestellt.

Fort- und Weiterbildungsprogramm:
Der RFV unterhält ein eigenes Fort- und Weiterbildungsprogramm mit rehabilitationswissenschaftlichem Schwerpunkt. Die 1998 eingeführte Ringvorlesung Rehabilitation hat sich als Austauschforum bei Praktikern und Rehabilitationsforschern etabliert. In dieser Veranstaltungsreihe geben externe nationale und internationale Referenten einen Überblick über aktuelle Themen der Rehabilitation und der Rehabilitationswissenschaften. Daneben werden Ergebnisse der beteiligten Teilprojekte dargestellt, so dass auf diesem Weg ein zeitnaher Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis geleistet wird. Weiterführende und vertiefende thematische Fortbildungsveranstaltungen behandeln forschungsmethodische und anwendungsorientierte rehabilitationsrelevante Themen. Die Themenauswahl erfolgt unter Berücksichtigung des Bedarfs in den Projekten und in den kooperierenden Kliniken sowie des aktuellen rehabilitationswissenschaftlichen Diskussionsstandes. Um auch internationale Entwicklungen, Tendenzen und Vergleiche berücksichtigen zu können, werden auch internationale Gastdozenten mit rehabilitationswissenschaftlichen oder reharelevanten Arbeitsschwerpunkten eingeladen. Die Durchführung der Fortbildungsveranstaltungen erfolgt in Zusammenarbeit mit weiteren Organisatoren, Arbeitskreisen und Kliniken im Reha-Bereich. Als Austauschforum bei Leistungsträgern, Leistungserbringern und Rehabilitationswissenschaftlern etabliert wurde der Rehabilitationswissenschaftliche Arbeitskreis. Vertreter der Rentenversicherung wie aller an der Rehabilitation beteiligten Berufs- und Interessengruppen können in diesem Forum aktuelle Entwicklungen miteinander diskutieren und dabei besonders die regionalen Erfordernisse und Interessen berücksichtigen. Durch ein spezifisches Hospitations- und Austauschprogramm erhalten Forscher die Möglichkeit, sich in entsprechenden Einrichtungen einen Überblick über gängige Verfahren der Rehabilitationspraxis oder auch über spezifische methodische Ansätze zu verschaffen. Auf der anderen Seite ermöglicht das Programm durch die Finanzierung von Hospitationen den in der Rehabilitationspraxis Tätigen, sich bei ausgewiesenen Einrichtungen einen Einblick in rehabilitationswissenschaftliche Methoden, Forschungsstrukturen und Arbeitsweisen zu verschaffen. Während der Laufzeit der Förderung konnte der RFV insgesamt vier Promotionsstipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Rehabilitationswissenschaften vergeben. Darüber hinaus entstehen in den Verbundprojekten und in assoziierten Vorhaben zahlreiche Dissertationen mit rehabilitationswissenschaftlichen Themen.

Qualitätsmanagement des Verbundes:
Das interne Qualitätsmanagement des Forschungsverbunds ist sowohl auf der Ebene der Teilprojekte als auch auf der Ebene des gesamten Verbundes angelegt. Die Auswahl der Teilprojekte erfolgte anhand eingeführter Qualitätsziele (z. B. Rehabilitationsrelevanz, Passung zum Verbundthema, Berücksichtigung methodischer Standards und empfohlener Instrumente etc.). Im Rahmen eines internen Berichtwesens können Soll-Ist-Abweichungen gegenüber den formulierten (Teil-)Zielen der Teilprojekte identifiziert und den Projekten rückgemeldet werden, um bei Bedarf Unterstützungsmöglichkeiten durch die Querschnittprojekte anbieten zu können. Auf der Ebene des gesamten Verbundes werden Maßnahmen wie die Erhebung der "Kundenerwartungen" (Befragung von Kooperationspartnern, Leistungsträgern und Forschungsprojekten), die Berücksichtigung der Kunden/Interessengruppen in den Verbundgremien, die Durchführung von Korrekturmaßnahmen (durch Koordinations- und Vorstandssitzungen, Projektauswahl und Berichtswesen), interne "Audits" der beteiligten Gremien (Mitgliederversammlungen, Koordinationssitzungen, Vorstand und Beirat), sowie das Fort- und Weiterbildungsprogramm und die Nachwuchsförderung realisiert.

Übersicht Themenbereiche und Teilprojekte (Projekte der ersten Förderphase sind mit (*) gekennzeichnet):

Querschnittprojekte:

Projekt Q1
Geschäftsstelle (1. u. 2. Förderphase):

Projekt Q2
Methodenzentrum (1. u. 2. Förderphase)

Projekt Q2.1
Zielorientierte Ergebnissmessung in der stationären Rehabilitation mit dem IRES-Fragebogen - eine Meta-Analyse

Themenbereich A: Schnittstellen
Projekt A1
Ambulante prä- und poststationäre Maßnahmen - ein Beitrag zur Flexibilisierung der stationären psychosomatischen Versorgung (1. u. 2. Förderphase)

Projekt A2 (*)
Berufsbezogene Orientierung und praktische Erprobung während der Phase II der kardiologischen Rehabilitation als Instrumente der beruflichen Früh-Rehabilitation

Projekt A3
Rehabilitationsnachsorge - Analyse der Nachsorgeempfehlungen und ihrer Umsetzung sowie Entwicklung eines Screening- und Interventionsmodells

Themenbereich B: Diferenzielle Indikation:

Projekt B1 (*)
Epidemiologie psychischer Störungen in der medizinischen Rehabilitation

Projekt B2 (*)
Evaluation der Rehabilitation bei Rentenantragstellern

Projekt B3 (*)
Indikation zu psychotherapeutischen und psychosozialen Maßnahmen im Rahmen stationärer Rehabilitation

Projekt B4
Fatigue bei Tumorpatienten - Prävalenz und Rehabilitationsbedarf

Projekt B5
Prävalenz und Behandlungsbedürftigkeit komorbider psychischer Störungen bei Patienten mit Erkrankungen der Atmungsorgane und des Stoffwechsels in der medizinischen Rehabilitation

Projekt B6
Normierung des Patientenfragebogens zur Erfassung der Reha-Motivation (PAREMO)

Themenbereich C: Methoden / Gesundheitsökonomie:

Projekt C1 (*)
Erfassung der Ergebnisqualität stationärer psychosomatischer Rehabilitationsbehandlungen;EQUA-Studie

Projekt C2 (*)
Prädiktive Validierung von Therapiezielen am Frühberentungsrisiko 3 - 5 Jahre nach der Rehabilitation

Projekt C3 (*)
Operationalisierung von Therapiezielen für die Überprüfung der Zielerreichung in der Rehabilitation

Projekt C4 (*)
Entwicklung der Grundlagen für eine fallbezogene Vergütung der Rehabilitationsleistungen

Projekt C5
Ergebnisorientierte Vergütung der neurologischen Rehabilitation

Projekt C6
Metaanalyse der Effekte stationärer psychosomatischer Rehabilitation

Themenbereich D: Intervention und Evaluation:

Projekt D1 (*)
Aspekte der beruflichen Rehabilitation und deren Umsetzung in Behandlungs- und Beratungskonzepte in der stationären pneumologischen Rehabilitation

Projekt D2 (*)
Rehabilitation von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen in der stationären verhaltenstherapeutischen Psychosomatik und Suchttherapie

Projekt D3 (*)
Entwicklung und Evaluation eines Therapieprogrammes zur Bewältigung von Kognitiven Funktionsstörungen und Negativsymptomatik bei schizophrenen Patienten

Projekt D4 (*)
Zielorientierte Evaluation onkologischer Rehabilitationsmaßnahmen; ZENSOR-Studie

Projekt D5
Effektivität und Effizienz einer leitlinienorientierten Behandlung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und komorbiden psychischen Störungen

Projekt D6
Rehabilitationsbedarf nach Epilepsiechirurgischem Eingriff

Projekt D7
Individualisierte und nachsorgeorientierte stationäre kardiologische Rehabilitation

Projekt D8
Autonome Dysregulation bei Patienten mit Angst-Panik- und Somatoformen Störungen: Effekte eines aeroben Trainings

Projekt D9
Evaluation neuropsychologischer Trainingsprogramme nach intensivierter onkologischer Therapie: Kontrolliert-randomisierte Vergleichsstudie computergestützter versus konventioneller Trainingsprogramme

Assoziiertes Projekt:
Stationäre psychosomatische Rehabilitation bei chronischen Schmerzpatienten - Evaluation einer psychoedukativen sozialmedizinischen Gruppenintervention

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.01.1998


Abschluss:

31.12.2004


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
  • Deutsche Rentenversicherung Bund

Projektleitung:

  • Bengel, Jürgen, Prof. Dr. Dr. |
  • Jäckel, Wilfried H., Prof. Dr. med. (im Ruhestand)

Institutionen:

Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg/Bad Säckingen

Prof. Dr. Dr. J. Bengel
Psychologisches Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Abt. für Rehabilitationspsychologie
79085 Freiburg
0761 203-2122 /-3046
bengel@psychologie.uni-freiburg.de
https://www.uniklinik-freiburg.de/rfv.html

Prof. Dr. W. H. Jäckel (im Ruhestand)
Hochrhein-Institut für Rehabilitationsforschung
Bergseestr. 61
79713 Bad Säckingen

Bengel, J. & Jäckel, W.H. (Hrsg.) (2000). Zielorientierung in der Rehabilitation - Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg/Bad Säckingen. Regensburg: Roderer

Goal orientation in diagnostics, therapy and outcome measurement

The Rehabilitation Science Research Network Freiburg/Bad Säckingen (RFV) is designed as an interdisciplinary, cross-faculty network. Since the beginning of funding in May 1998, a total of 27 individual projects and 150 cooperating institutions in southwestern Germany have been integrated into the network. Network topic: The overarching network topic "Goal Orientation in Diagnostics, Therapy and Outcome Measurement" provides the content-related framework for working on specific questions in the subprojects. Through the work on the joint topic, both the development of theory in rehabilitation (theory model of rehabilitation) and the further development of "goal-oriented outcome measurement" (ZOE) in rehabilitation science research could be promoted. Theoretical background: The joint topic as the content-related framework concept of the joint project and its subprojects is oriented to the ICIDH classification of the WHO. According to this, the dimensions "activity" and "participation" represent the central target variables of rehabilitation. Overall, rehabilitation processes are characterized by a high degree of complexity, which extends to the following levels (Gerdes, Bengel & Jäckel, 2000): - institutional responsibilities, - phases over time, - social reference structures, - content-related perspectives and therapeutic professions, - outcome dimensions. In summary, the central weaknesses in these levels can be traced back to the mechanisms of "segmentation" and "generalization". Segmentation describes the fact that the various sub-processes in rehabilitation run unconnected next to each other. Particularly at the interfaces of the rehabilitation process (acute care - inpatient - outpatient - aftercare), but also within a rehabilitation facility between the therapeutic professions, segmentation works against a coordinated, harmonized overall process. Generalization describes the insufficient consideration of the levels described in the model of rehabilitation in the planning and implementation of rehabilitation measures: Standard programs are implemented for different groups of rehabilitants, with assignment to a group usually based on equality at the level of impairment. Such treatment ignores the fact that the same expression at the impairment level can lead to different expressions at the activity and participation levels due to different coping processes (which in turn are influenced by different personal resources and environmental factors). A blanket offer understood in this sense neglects factors that are crucial for treatment and contradicts a rehabilitation that is tailored to individual needs and oriented to a differential indication. As a solution to the outlined problem areas of segmentation and blanket offer, individual goal orientation is pursued in RFV. This approach involves recording the individual characteristics of the rehabilitant's stresses and complaints in the somatic, functional, psychosocial and educational areas. A comprehensive rehabilitation that is coordinated with this is oriented to the rehabilitation goals to be defined in the respective areas. This goal orientation makes it possible to integrate the necessary sub-processes as well as to determine treatment groups defined by the individual problem situations of the rehabilitants (and no longer by singular characteristics with only little reference to the rehabilitation goals). For the evaluation of rehabilitative measures, the "goal-oriented outcome measurement" results in a practicable procedure for the evaluation of rehabilitation effects, taking into account the individual goal dimensions. Main topics: Four main topics can be derived from this approach for research in rehabilitation science: 1. The focus on interfaces (topic area A) includes studies that are dedicated to the possibilities of integrating the various sub-processes and the therapeutic professions involved in rehabilitation from a goal-oriented perspective. 2thematic area B, Differential Indications, includes studies that develop solutions to the problem of generalization outlined above. This includes projects that focus on the prevalence of specific strains, the prerequisites for successful rehabilitation (motivation, understanding of the disease) or instruments for targeted referral management in different patient groups, thus providing the basis for differential indication. 3. Investigations in topic area C Methods and health economics touch on various aspects of goal orientation. Results from projects aligned with a specific (goal-oriented) methodology broaden the empirical basis for deriving specific goal-oriented measures and thus support differential indication. Studies on the quality of outcomes of rehabilitative measures, the operationalization and validation of therapy goals as well as the determination of the degree of goal achievement in patients of defined case groups and a corresponding economic reward promote the consistent goal orientation of rehabilitative action. 4. Finally, topic area D Intervention and Evaluation combines studies that evaluate the effects of specific interventions. This makes it possible to contrast the prescription of a "blanket" rehabilitation measure based on the presence of a specific characteristic, which is of only secondary importance for rehabilitation, with specific measures that take into account the rehabilitation-relevant burdens of the patients at the somatic, functional, psychosocial and educational levels. Structural goals: The structural goals of the network are tailored to the specific requirements of the network region. Due to the high density of inpatient and outpatient rehabilitation facilities, there is a relatively large amount of potential "clients" of rehabilitation science research in Southwest Germany. On the one hand, these facilities are addressees and potential users of the research results in rehabilitation, i.e. one of the target groups for the distribution of the knowledge gained. On the other hand, they are directly confronted with the questions and problems of rehabilitative care through their clinical activities. Thus, they have the competence to assess the practical relevance of research questions from a clinical point of view and are interested in appropriate proposals for solutions. In addition, they provide research projects with access to patient groups in the various indication areas. In order to be able to use this existing potential both with regard to the promotion of practice-relevant research and with regard to access, the RFV aims to expand the cooperation with the institutions of rehabilitation practice and also to secure it in the longer term. The connection of cooperating institutions to the research network and to the central network structures at the university or the university hospital offers the basis for this. In addition, intensive cooperation can also be used in the longer term to transfer rehabilitation science expertise into practice. A central concern of the RFV is the implementation of results of rehabilitation research into practice. Taking into account concepts of knowledge management, an exploitation model is being developed in the network to support this process and to derive targeted measures. Participating institutions: In the RFV, care was taken in the selection of subprojects to ensure that all relevant indication groups were involved, that rehabilitation institutions were directly involved and that research institutions with rehabilitation science expertise were taken into account. The research projects are carried out by university and non-university research institutions with a focus on rehabilitation science, as well as by research groups at rehabilitation clinics and at the institutions responsible for the statutory health insurance. In the course of the funding, a regular and institutionalized cooperation and communication between all participating institutions could be established (see Bengel & Jäckel, 2000), which will be successively continued and expanded. By involving the rehabilitation providers in all central committees of the network's structure, intensive communication and cooperation between service providers, service suppliers and researchers is ensured in the long term. Further education and training program: The RFV maintains its own further education and training program with a focus on rehabilitation science. The Rehabilitation Lecture Series, introduced in 1998, has established itself as a forum for exchange among practitioners and rehabilitation researchers. In this series of events, external national and international speakers give an overview of current topics in rehabilitation and rehabilitation science. In addition, results of the participating subprojects are presented so that a timely transfer of research results into practice is achieved in this way. Further and more in-depth thematic training events deal with research-methodical and application-oriented topics relevant to rehabilitation. The topics are selected taking into account the needs in the projects and in the cooperating clinics as well as the current state of rehabilitation science discussion. In order to take international developments, trends and comparisons into account, international guest lecturers with a focus on rehabilitation science or rehabilitation-relevant work are also invited. The training events are held in cooperation with other organizers, working groups and clinics in the rehabilitation sector. The Rehabilitation Science Working Group has been established as a forum for exchange among service providers, service suppliers and rehabilitation scientists. Representatives of the pension insurance as well as all job and interest groups involved in rehabilitation can discuss current developments with each other in this forum, taking particular account of regional requirements and interests. Through a specific job shadowing and exchange program, researchers are given the opportunity to gain an overview of common rehabilitation practice procedures or specific methodological approaches in appropriate institutions. On the other hand, by funding job shadowing, the program enables those working in rehabilitation practice to gain insight into rehabilitation science methods, research structures, and ways of working at designated institutions. During the funding period, the RFV was able to award a total of four doctoral scholarships to promote young researchers in the rehabilitation sciences. In addition, numerous dissertations on topics related to rehabilitation science are being written in the collaborative projects and associated projects. Quality management of the network: The internal quality management of the research network is designed both at the level of the subprojects and at the level of the entire network. The subprojects were selected on the basis of established quality objectives (e.g., relevance to rehabilitation, fit to the collaborative topic, consideration of methodological standards and recommended instruments, etc.). Within the framework of an internal reporting system, target-performance deviations from the formulated (sub-)targets of the sub-projects can be identified and reported back to the projects in order to be able to offer support options through the cross-sectional projects if necessary. At the level of the entire network, measures such as the survey of "customer expectations" (questioning of cooperation partners, service providers and research projects), the consideration of customers/stakeholders in the network committees, the implementation of corrective measures (through coordination and board meetings, project selection and reporting), internal "audits" of the participating committees (members' meetings, coordination meetings, board and advisory board), as well as the continuing education and training program and the promotion of young scientists are implemented. Overview of topics and subprojects (projects of the first funding phase are marked with (*)): Cross-sectional projects: Project Q1 Office (1st and 2nd funding phase): Project Q2 Methodenzentrum (1st and 2nd funding phase). Förderphase) Project Q2.1 Goal-oriented outcome measurement in inpatient rehabilitation with the IRES questionnaire - a meta-analysis Topic A: Interfaces Project A1 Outpatient pre- and post-inpatient measures - a contribution to making inpatient psychosomatic care more flexible (1. u. 2. Förderphase). Förderphase) Project A2 (*) Job-related orientation and practical testing during phase II of cardiological rehabilitation as instruments of early vocational rehabilitation Project A3 Rehabilitation aftercare - analysis of aftercare recommendations and their implementation as well as development of a screening and intervention model Topic area B: Differential indication: Project B1 (*) Epidemiology of mental disorders in medical rehabilitation Project B2 (*) Evaluation of rehabilitation in pension applicants Project B3 (*) Indications for psychotherapeutic and psychosocial measures in the context of inpatient rehabilitation Project B4 Fatigue in tumor patients - Prevalence and need for rehabilitation Project B5 Prevalence and need for treatment of comorbid mental disorders in patients with illnesses of the respiratory organs and metabolism in medical rehabilitation Project B6 Standardization of the patient questionnaire for recording rehabilitation motivation (PAREMO) Topic C: Methods / Health Economics: Project C1 (*) Assessment of outcome quality of inpatient psychosomatic rehabilitation treatments;EQUA study Project C2 (*) Predictive validation of therapy goals on early retirement risk 3 - 5 years after rehabilitation Project C3 (*) Operationalization of therapy goals for the review of goal achievement in rehabilitation Project C4 (*) Development of the basis for case-based remuneration of rehabilitation services Project C5 Outcome-based remuneration of neurological rehabilitation Project C6 Meta-analysis of the effects of inpatient psychosomatic rehabilitation Topic D: Intervention and Evaluation: Project D1 (*) Aspects of vocational rehabilitation and their implementation in treatment and counseling concepts in inpatient pneumological rehabilitation Project D2 (*) Rehabilitation of patients with personality disorders in inpatient behavioral psychosomatic and addiction therapy Project D3 (*) Development and evaluation of a therapy program for coping with cognitive dysfunction and negative symptomatology in schizophrenic patients Project D4 (*) Goal-oriented evaluation of oncological rehabilitation measures; ZENSOR study Project D5 Effectiveness and efficiency of guideline-based treatment of patients with cardiovascular illnesses and comorbid mental disorders Project D6 Rehabilitation needs after epilepsy surgery Project D7 Individualized and follow-up-oriented inpatient cardiac rehabilitation Project D8 Autonomic dysregulation in patients with anxiety-panic and somatoform disorders: Effects of Aerobic Training Project D9 Evaluation of Neuropsychological Training Programs after Intensified Oncological Therapy: Controlled-Randomized Comparative Study of Computerized versus Conventional Training Programs Associated Project: Inpatient Psychosomatic Rehabilitation in Chronic Pain Patients - Evaluation of a Psychoeducational Socio-Medical Group Intervention

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FOFVB3


Informationsstand: 09.04.2020