Projektart: Gefördertes Projekt Verbundprojekt Studie
Beschreibung / Inhalte
Hintergrund:
Bei der Ergebnismessung konkurrieren verschiedene Strategien, die kontrovers diskutiert werden und die mit unterschiedlichem Erhebungsaufwand verbunden sind. Die Beziehung zwischen den unterschiedlichen Formen der Ergebnismessung ist bisher nur unzureichend untersucht worden. Ziele und Fragestellungen Im Zentrum der Studie steht der methodenkritische Vergleich alternativer Varianten der Ergebnismessung (z. B. direkte, indirekte, quasi-indirekte Veränderungsmessung [VM], zielorientierte bzw. individualisierte Vorgehensweisen). Ganz besonders soll die Aussagefähigkeit von 1- Punkt-Erhebungen kritisch beleuchtet werden, die wegen ihrer Ökonomie für die kontinuierliche Qualitätssicherung von Interesse sind. Überprüft wird die Ergebnisübereinstimmung bei unterschiedlichen Messansätzen und die Validität der verwendeten Ergebniskennwerte.
Studiendesign:
Durchgeführt wurde eine naturalistische multizentrische SGPP-Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten (A = Aufnahme, E = Entlassung, K = 12 Monate nach E). Die Ausgangsstichprobe umfasst N = 858 Rehabilitanden. Neben Selbstangaben der Patienten wurden auch Fremdbeurteilungen durch Therapeuten und Hausärzte sowie Krankenkassendaten erhoben. Die Messinstrumente umfassen standardisierte Fragebögen (z. B. SCL-90-R, B-L) und selbst-entwickelte Verfahren.
Ergebnisse:
Indirekte und direkte VM des gesundheitlichen Befindens korrelieren bei E und K nur moderat miteinander. Insgesamt wird durch die direkte VM ein etwas "günstigeres" Ergebnisbild vermittelt. Bei allen untersuchten Merkmalen unterscheiden sich tatsächliche und retrospektive Prä-Tests signifikant, wobei der von den Patienten "erinnerte" Ausgangszustand durchweg "ungünstiger" als der reale ist. Echte und retrospektive Prä-Post-Vergleiche zeigen zwar Unterschiede in gleicher Richtung an, führen auf Personenebene jedoch keineswegs immer zu identischen Veränderungsaussagen. Im Einklang mit amerikanischen Studien erzeugen retrospektive Prä-Post-Vergleiche zumeist deutlich höhere Effektgrößen. Im Rahmen zielorientierter Messansätze können darüber hinaus höhere Effektgrößen bei Individualisierung beobachtet werden.
Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.
Beginn:
01.07.1998
Abschluss:
30.06.2001
Kostenträger:
- Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
- Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) (jetzt: DRV Bund)
Projektleitung:
- Schmidt, Jürgen, Dr. |
- Nübling, Rüdiger, Dr. |
- Wittmann, Werner W., Prof. Dr.
Institutionen:
Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg/Bad Säckingen
Kontaktadresse:
Dr. J. Schmidt
Institut für Evaluation und Qualitätssicherung im
Gesundheits- und Sozialwesen (eqs) GmbH
Karlstraße 49a
76133 Karlsruhe
https://www.uniklinik-freiburg.de/rfv.html
Neue Anschrift Dr. Schmidt:
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
76185 Karslruhe
0721 89337040 oder 0172 718 42 99
schmidt@gfqg.de
Lehrstuhl Psychologie II, Universität Mannheim, Schloß,
68131 Mannheim
Assessment of the quality of outcomes of inpatient psychosomatic rehabilitation treatments (EQUA study)
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Referenznummer:
R/FOFVB3C1
Informationsstand: 20.12.2019