Projektart: Gefördertes Projekt Verbundprojekt Studie
Beschreibung / Inhalte
Diskussionsgegenstand:
In Zeiten knapper Ressourcen stellt sich die Frage nach einer Vergütung der Rehabilitationsleistungen, welche die Leistungstransparenz erhöht und effiziente und erfolgreiche Leistungserbringung belohnt. Um eine solche Vergütungsform handelt es sich bei der fallbezogenen Vergütung in Kombination mit einer Ergebnishonorierung für positive Rehabilitationsergebnisse. In dem beantragten Projekt soll die Grundlage einer derartigen Vergütungsform für die neurologische Rehabilitation entwickelt werden.
Ziele und Fragestellungen:
Im vorliegenden Vorhaben soll der Frage nachgegangen werden, ob in der neurologischen Rehabilitation homogene Rehabilitationsbehandlungsgruppen gebildet werden können, die als Gerüst für eine fallbezogene Vergütung dienen, und ob innerhalb dieser Gruppen positive Rehabilitationsergebnisse gemessen werden können.
Studiendesign:
Der Projektablauf basiert auf den zwei Säulen theoretisch fundierte empirische Untersuchung verbunden mit expertengestützten Plausibilitätsüberlegungen.
Durch eine umfassende Literaturrecherche soll der internationale Stand der Forschung auf dem Gebiet der Klassifikation und Vergütung von Rehabilitationsleistungen abgefragt und aufgezeigt werden. Darauf aufbauend ist für die empirische Phase ein Dokumentationsbogen zu entwickeln. Darin sind Patientenmerkmale und Leistungsdaten abzufragen, die für die Fallgruppierung ausschlaggebend sein können. Im Austausch mit Experten aus der Rehabilitationsmedizin ist dabei sicherzustellen, dass alle wichtigen Parameter, die den Ressourcenverbrauch der Patienten in der neurologischen Rehabilitation beeinflussen, Berücksichtigung finden. Zur Messung des Rehabilitationserfolgs wird auf den SF-36 und FIM zurückgegriffen. Dabei werden die relevanten Daten zu Beginn und Ende des Rehabilitationsaufenthaltes und idealerweise in einem 6-wöchigen Follow-Up erhoben. Die Gruppierung der Stichprobendaten in aufwandshomogene Rehabilitationsbehandlungsgruppen erfolgt mittels eines Entscheidungsbaumverfahrens (Regression Tree Analysis). Die Gruppierungsergebnisse sind durch Rehabilitationsmediziner auf Plausibilität und Praktikabilität zu überprüfen.
Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.
Beginn:
01.02.2002
Abschluss:
31.01.2005
Kostenträger:
- Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
- Deutsche Rentenversicherung Bund
Projektleitung:
- Neubauer, Günter, Prof. Dr. |
- Ranneberg, Jana, Dipl.-Kffr.
Institutionen:
Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg/Bad Säckingen
Kontaktadresse:
Universität der Bundeswehr München
Institut für VWL
insb. Sozial- und Gesundheitsökonomik
85577 Neubiberg
https://www.uniklinik-freiburg.de/rfv.html
Neue Kontaktadresse Prof. Dr. G. Neubauer:
Institut für Gesundheitsökonomik München GbR
Nixenweg 2b
81739 München
089 605198
guenter.neubauer@ifg-muenchen.com
https://ifg-muenchen.com
Development of a case-based, outcome related payment system for neurological rehabilitatiom
Referenznummer:
R/FOFVB3C5
Informationsstand: 14.06.2018