Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Der Schweißer sollte nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die häufiges Bücken, Heben oder Tragen erfordern. Da dies an seinem alten Arbeitsplatz nicht zu vermeiden war und die Belastungen für ihn zu hoch waren, wurde er an einen anderen Schweißarbeitsplatz versetzt. Dieser musste aber noch behinderungsgerecht angepasst werden.Was wurde gemacht?
Damit er behinderungsgerecht die Werkstücke transportieren und in verschiedenen Positionen schweißen kann, wurden folgende Hilfsmittel an dem Schweißarbeitsplatz eingesetzt:- ein Elektro-Gabelhochhubwagen zum An- und Abtransport der Paletten mit den Werkstücken
- ein Schwenkkran mit Elektro-Kettenzug zum Ablegen der Werkstücke auf dem Schweißtisch und zum Drehen der Werkstücke für das Schweißen
- ein hydraulisch über einen Fußschalter verstellbarer Schweißdrehtisch zur Einnahme einer ergonomischen Körperhaltung während des Schweißens
- ein höhenverstellbarer Arbeitsstuhl zum Wechseln der Körperhaltung (sitzend/stehend) beim Schweißen
- eine Arbeitsplatz-Fußbodenmatte zur Reduzierung der Belastungen der Wirbelsäule bei Schweißen im Stehen
Die behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung wurde im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben von der Rentenversicherung gefördert, da die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Rentenversicherung.
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Unternehmen:
Es handelt sich um eine Oberbehörde, die einem Landesministerium unterstellt ist. Zu ihren Aufgaben gehört die Altersversorgung für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Apothekerinnen und Apotheker, Ärztinnen und Ärzte sowie Architektinnen und Architekten.Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:
Der Mann verlor als Kleinkind bei einem Unfall sein rechtes Auge. Im Laufe der Jahre entwickelte sich zudem eine Sehbehinderung auf dem linken Auge. Er kann optische Informationen nur noch sehr schlecht wahrnehmen. Deshalb müssen sie für ihn vergrößert und kontrastreicher dargestellt werden.Ausbildung und Beruf:
Der Mann hat eine Ausbildung zum Fleischer absolviert und auch einige Jahre in dem Beruf als Geselle gearbeitet. Zu seiner jetzigen Tätigkeit als Sachbearbeiter bei der Oberbehörde wechselte er drei Jahre nach Abschluss der Fleischer-Ausbildung und arbeitet nun dort seit vielen Jahren.Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:
Der Sachbearbeiter ist im Archiv bzw. in der Registratur tätig. Seine Aufgabe besteht u. a. darin, den eingehenden Schriftverkehr an die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter weiterzuleiten. Dazu ist es notwendig, die eingehende Post zu sortieren und zur Weiterleitung an die ca. 60 Kolleginnen und Kollegen vorzubereiten. Außerdem erledigt er die Ablage der Schriftstücke und sucht benötigte Akten nach Wiedervorlagelisten aus dem Archiv heraus. Da seine Sehkraft im Laufe der Jahre immer weiter nachgelassen hat, bekam er Probleme die Informationen am Computerbildschirm, in Briefen und die sehr kleine Beschriftung sowie die langen Nummernfolgen der Aktenzeichen zu erkennen.Eine Anpassung des Arbeitsplatzes bzw. ein Ausgleich der Seheinschränkungen durch den Einsatz von Hilfsmitteln musste deshalb vorgenommen werden (Bild 1 und 2). Um herauszufinden, welche Hilfsmittel ihn bei der täglichen Arbeit am besten unterstützen, nahm er an einer viertägigen Hilfsmittelerprobung in einem Berufsförderungswerk (BFW) für blinde und sehbehinderte Menschen teil.
Im Laufe der Erprobung stellten sich für ihn folgende Hilfsmittel als besonders geeignet heraus:
- ein Großbildschirm in Verbindung mit einer Vergrößerungssoftware für den Computer, die die Bildschirminhalte vergrößert und kontrastreicher darstellen kann
- eine Großschrift-Kontrast-Tastatur in schwarz mit einer weißen und vergrößerten Tastenbeschriftung
- ein stationäres Bildschirmlesegerät (Kameralesegerät) mit Monitor, das Schriftstücke (Briefe usw.) auf einem Monitor vergrößert anzeigen kann
- ein kleines mobiles Bildschirmlesegerät (elektronische Lupe), das zur Vergrößerung der Aktenbeschriftung eingesetzt werden kann (Bild 3)
- ein Vergrößerungslineal (Lesestab), zum zeilenweisen Vergrößern der Schrift auf dem Papier bzw. den Briefen
Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:
Vergrößerungsgläser, Linsen und Linsensysteme zur VergrößerungBildvergrößerungssysteme
Tastaturen
Bildschirmvergrößerungssoftware
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Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
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Referenznummer:
Pb/110640
Informationsstand: 16.12.2025