Direkt zum Inhalt

Icon Literatur
Icon Sammelwerksbeitrag

Dokumentart(en): Sammelwerksbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Die Rehabilitation nach Majoramputationen führt zu einer Verbesserung von Alltagsfunktion und körperlicher Leistungsfähigkeit betroffener Patient*innen

Vortrag auf dem 33. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium, 18.-20. März 2024 in Bremen

Der Text ist von:
Ziermann, Ulrike; Steinecker-Frohnwieser, Bibiane; Thauerer, Bettina [u. a.]

Den Text gibt es seit:
2024

Online-Publikation anzeigen (in: Reha-Kolloquium 2024) (PDF | 10,6 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund und Zielstellung

In Österreich werden jährlich etwa 2500 Majoramputationen durchgeführt. Diese sogenannten „großen Amputationen", bei denen größere Körperteile oder sogar ganze Extremitäten betroffen sind, werden dann durchgeführt, wenn das Leben der Patient*innen bedroht oder eine Heilung des betroffenen Körperteils nicht zu erwarten ist (Gailey et al., 2008).

Beim Bein spricht man von einer „großen Amputation", wenn die Amputationsgrenze oberhalb des Sprunggelenks liegt. Arterielle Durchblutungsstörungen gehören neben den Infektionen zu den häufigsten Gründen für Amputationen. Wenn Gewebe nicht ausreichend durchblutet wird, kommt es zum Entstehen von Gewebedefekten. Ursache dafür kann die periphere arterielle Verschluss-krankheit (PAVK, „Raucherbein") sein, bei der vor allem die Arterien in den Beinen „verkalken". PAVK kann unabhängig oder als Spätfolge von Diabetes mellitus auftreten.

Andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Nikotinabusus, Hypercholesterinämie, Adipositas und Hyperlipidämie können allein oder in Kombination ebenfalls zu amputationsbedingten Folgeerkrankungen inklusive peripherer arterieller Verschlusskrankheiten, koronarer Herzkrankheit, zerebrovaskulärer Erkrankungen, Infektionen und chronischem Nierenversagen führen.

In Anbetracht dieser Komorbiditäten und der damit verbundenen Situation einer Majoramputation werden gerade hier sehr komplexe Anforderungen an die Rehabilitation gestellt (Esquenazi, DiGiacomo, 2001). Die Behandlung stellt sowohl für das Rehabilitationsteam als auch für die Patient*innen eine große Herausforderung dar und zielt darauf ab, die körperliche Funktion und die Bewältigung des täglichen Lebens zu verbessern.

Die Evaluierung funktioneller Tests, Mobilitätsklassen, Gangparameter und Alltagsfunktion hatte zum Ziel, rehabilitationsinduzierte Verbesserungen von Amputationspatient*innen altersentsprechend abzubilden.

Take-Home-Message

Speziell auf die Therapie von Amputationspatient*innen zugeschnittene Rehabilitationsmaßnahmen spielen eine wesentliche Rolle in der Verbesserung von Funktion, Mobilität und in der Durchführung von Alltagstätigkeiten als Voraussetzung für die besser Bewältigung ihrer Aktivitäten des täglichen Lebens.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Referenznummer:

R/NV6432x28

Informationsstand: 11.06.2024