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Integrationsämter / Inklusionsämter

Integrationsämter / Inklusionsämter* sind zentrale Ansprechstellen bei der beruflichen Teilhabe schwerbehinderter Menschen.

Sie unterstützen schwerbehinderte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen und die betriebliche Interessensvertretung. Integrationsämter fördern und sichern die berufliche Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

* Einige Integrationsämter haben sich umbenannt in "Inklusionsämter".

 

Die Aufgaben der Integrationsämter / Inklusionsämter nach § 185 SGB IX:

  • Begleitende Hilfe im Arbeitsleben
  • Besonderer Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen
  • Bildungs- und Informationsangebote für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bzw. das betriebliche Integrationsteam und
  • Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe.

Seit dem 1. Januar 2018 sollen Integrationsämter / Inklusionsämter nach dem Bundesteilhabegesetz früher als bisher bei der Prävention einbezogen werden und dabei mit den Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen zusammenarbeiten. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Beratung und Unterstützung beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement und beim Erstellen einer Inklusionsvereinbarung.

Die Leistungen des Integrationsamtes stellen eine individuelle, auf die besonderen Anforderungen des Arbeitsplatzes abgestellte Ergänzung zu den Leistungen der Rehabilitationsträger dar. Das Integrationsamt ist selbst kein Rehabilitationsträger. Deshalb sind bei der Zuständigkeitsklärung spezifische Regelungen zu beachten (§ 185 Absatz 6 SGB IX).

Arbeitsweise und Organisationsstruktur

Das Integrationsamt arbeitet eng mit den Rehabilitationsträgern, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Behindertenverbänden zusammen. Für das betriebliche Integrationsteam ist es Ratgeber und Partner. Die Integrationsämter sind in den einzelnen Bundesländern kommunal oder staatlich organisiert. Die Länder sind ermächtigt, einzelne Aufgaben der Integrationsämter nach dem Schwerbehindertenrecht (SGB IX Teil 3) auf örtliche Fürsorgestellen zu übertragen (§ 190 Absatz 2 SGB IX).

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