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Jobcenter / SGB-II-Träger

Jobcenter sind Einrichtungen, die Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) betreuen.

Mit dem Begriff Jobcenter werden die gemeinsamen Einrichtungen (gE) der Bundesagentur für Arbeit (BA) und eines kommunalen Trägers (zum Beispiel einer Stadt) bezeichnet. Durch diese Zusammenarbeit gewähren die Jobcenter Leistungen aus einer Hand.

Aufgaben der Jobcenter:

  • Sie gewährleisten den Lebensunterhalt von Arbeitsuchenden finanziell durch eine Grundsicherung.
  • Sie betreuen die Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) und vermitteln sie an potenzielle Arbeitgeber.
  • Sie fördern Eingliederungsmaßnahmen und berufliche Weiterbildungen.
  • Sie unterstützen ihre Kundinnen und Kunden bei speziellen Problemen, zum Beispiel durch Suchthilfe, Schuldnerberatung oder psychosoziale Betreuung.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die kommunalen Träger der Jobcenter sind finanziell für unterschiedliche Grundsicherungsleistungen zuständig:

  • Die BA sichert den Lebensunterhalt der Bezieherinnen und Bezieher von Alg II (Regelleistung). Sie zahlt die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Außerdem stellt sie Gelder für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung.
  • Die Kommunen übernehmen unter anderem die Mieten und die Betriebskosten für das Wohnen von Hilfebedürftigen. Außerdem arbeiten sie mit Einrichtungen zusammen, die beispielsweise die Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort zur Verfügung stellen.

Neben den gemeinsamen Einrichtungen gibt es Jobcenter mit zugelassenen kommunalen Trägern (zkT). Sie haben die alleinige Verantwortung für die Grundsicherung von Arbeitsuchenden.

Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Jobcenter ist das Sozialgesetzbuch II. Es regelt in erster Linie die Grundsicherung für Arbeitsuchende und ihrer Bedarfsgemeinschaften. Grundsicherung für Arbeitsuchende können erwerbsfähige Menschen beziehen.

Nicht zuständig sind die Jobcenter für hilfebedürftige Menschen, die weder erwerbsfähig noch Teil einer Bedarfsgemeinschaft* sind. Hier kommt die Unterstützung in Form von Sozialhilfe vom Sozialamt. Rechtsgrundlage dafür ist das Sozialgesetzbuch XII.

(Definition:Lexikon der Bundesagentur für Arbeit, Juli 2019)

* Unter einer Bedarfsgemeinschaft versteht man Personen, die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander haben und die in einem gemeinsamen Haushalt leben, sich in Notlagen gegenseitig materiell unterstützen und ihren Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken sollen.