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Angaben zum Forschungsprojekt

Anfänge, Übergänge und Anschlüsse gestalten - Inklusive Dienstleistungen von Berufsbildungswerken (PAUA)

Gesellschaftliche Inklusion erfordert einen gleichberechtigten, diskriminierungsfreien Zugang zu Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt, die Anerkennung von Vielfalt und den Abbau von Barrieren. Für die berufliche Erstausbildung sind wichtige Zielmarken der Inklusion die Ausbildung im Regelsystem (Betrieb und Berufsschule) und vollwertige Abschlüsse, aber auch individuelle Förderung, Nachteilsausgleich und der Abbau institutioneller Separierung einzelner Zielgruppen.

Berufsbildungswerke, die als besondere Einrichtungen zur Ausbildung behinderter Jugendlicher bisher vorrangig außerbetrieblich ausgebildet haben, stehen bei der Verwirklichung von Inklusion vor neuen Herausforderungen: Zum einen sind Konzepte (weiter) zu entwickeln, die eine systematische Integration betrieblicher Realerfahrung in den Ausbildungsprozess sicherstellen. Zum anderen gilt es, sich für neue Zielgruppen zu öffnen und dabei die Segmentierung unterschiedlicher Förderkreise zu überwinden.

Das Projekt zielt darauf ab:
- die Kompetenzen und Unterstützungspotenziale der Berufsbildungswerke auch für benachteiligte Jugendliche ohne Behindertenstatus zu erschließen.
- die Förderung behinderter und benachteiligter Jugendlicher stärker zu individualisieren und zu flexibilisieren und die Übergänge zwischen Förderkreisen und -maßnahmen sowie an der Ausbildung beteiligten Institutionen durchlässiger zu gestalten.
- die berufliche Inklusion beider Zielgruppen durch eine engere Verzahnung der außerbetrieblichen Ausbildung in den Berufsbildungswerken mit betrieblicher Praxis zu befördern.

Mit diesen Zielsetzungen knüpft das Projekt direkt an die Erfahrungen aus dem Projekt 'TrialNet - Ausbildung behinderter Jugendlicher mit Ausbildungsbausteinen in Netzwerken von Unternehmen, Bildungsdienstleistern und Berufsschulen' an.

Acht Berufsbildungswerke entwickeln und erproben dazu neue, exemplarische Lösungsansätze. Das f-bb begleitet und evaluiert diese Vorhaben. Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung ist es, die Projektaktivitäten zu dokumentieren, Verfahren, Instrumente und Prozesse zu überprüfen, zu systematisieren und zu bewerten. Das beinhaltet im Einzelnen:
- Transparenz der Entwicklungsprozesse schaffen, Interventions- oder Korrekturbedarf frühzeitig erkennen
- Unterstützung des Informations- und Erfahrungsaustauschs der Projektbeteiligten, Förderung der Kooperation und Nutzung von Synergien
- Identifikation von Good Practice, Projektergebnissen und -erfahrungen
- Ableitung von Empfehlungen für Kostenträger, Leistungsanbieter und Bildungspolitik



Beginn:

01.01.2014


Abschluss:

30.09.2017


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125576


Informationsstand: 04.12.2019