Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Dermatoonkologische Rehabilitation


Autor/in:

Buhles, Norbert; Sander, C.


Herausgeber/in:

Altmeyer, Peter; Arenberger, Peter; Burg, Günter [u. a.]


Quelle:

Der Hautarzt, 2005, Band 56 (Nummer 7), Seite 659-664, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0017-8470 (Print); 1432-1173 (Online)


Jahr:

2005



Abstract:


In der BRD übernehmen die Sozialversicherungsträger Anschlussheilbehandlungen für Malignome. Einzige klinische Voraussetzung für eine solche Maßnahme ist das Vorhandensein eines invasiv wachsenden Tumors.

Eine sozialmedizinische Begründung für die Einleitung einer Anschlussheilmaßnahme ist ein gestörtes Selbstbild oder Hinweise für eine Desintegration im sozialen und/oder beruflichen Umfeld des Betroffenen. Zur Reha kommen maligne Melanome, spinozelluläre Karzinome, Merkelzelltumore wie auch dermatologisch relevante maligne Systemerkrankungen (kutane B- und T-Zell-Lymphome).

Die Festlegung dieser Voraussetzungen erfolgt durch den betreuenden Arzt auf Station. Man sollte sich an drei sozialmedizinischen Kriterien orientieren: Impairment (Schädigung), Disability (Funktionsstörung), Handicap (soziale oder berufliche Desintegration droht). In der Regel liegt der Zeitpunkt der Aufnahme in der Reha-Klinik nach der Primärtherapie.

Die stationäre Rehabilitation von Hautkrebspatienten sollte dort erfolgen, wo interdisziplinär dermatologische, psychologische und soziale Fragestellungen bearbeitet werden können. Der Fallmanager-Hautarzt koordiniert die Hilfe durch Psychologen, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Sozialarbeiter und Egotherapeuten im Reha-Team.

Die somatischen Defekte und Funktionsstörungen werden durch physikalische und krankengymnastische Maßnahmen gebessert. Der rehabilitierende Dermatologe führt die postoperative Wundversorgung und fakultativ - je nach Vorgabe des einweisenden Zentrums - die Zytostase beziehungsweise Chemotherapie durch; auch eingeleitete Immuntherapien werden nicht unterbrochen.

Zusammengefasst ist die dermatoonkologische Rehabilitation ein wichtiger Bestandteil zur Wiedereingliederung von Patienten in das Berufsleben und zur Vermeidung einer Berentung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


National insurance companies in Germany support health cures for patients with malignant tumors (malignant melanoma, squamous cell carcinoma, Merkel cell tumor, malignant cutaneous lymphoma). The clinical requirements are an invasively growing tumor, problems of self-assurance, and desintegration of the patient regarding his social and/or professional environment.
The decision for a health cure is made by the treating dermatologist in the hospital. In this context, the following sociomedical criteria should be applied: impairment, disability, and handicap. Usually, rehabilitation starts after the patient is discharged from the hospital. The inpatient rehabilitation program should be performed at an institution capable of providing dermatological and psychological treatment.
The dermatologist acts as a manager for the members of the rehabilitation team (psychologists, physiotherapists, social workers, and ergotherapists).
In conclusion, dermato-oncologic rehabilitation plays an important role in reintegrating the patient into his professional life to avoid retirement.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Hautarzt
Homepage: https://link.springer.com/journal/105

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3951


Informationsstand: 10.12.2009

in Literatur blättern