Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Hautbelastungen bei Masseuren, medizinischen Bademeistern und Physiotherapeuten

Aktuelle Datenlage und sozialmedizinische Überlegungen



Autor/in:

Wessbecher, Robert; Schrägle, J.; Buhles, Norbert


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2009, 44. Jahrgang (Heft 9), Seite 471-477, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2009



Abstract:


Masseure, medizinische Bademeister und Physiotherapeuten sind zwei zahlenmäßig stark vertretene und weiter wachsende Berufgruppen. Sie haben mit einem Arbeitsumfeld voller potenzieller Allergene und Noxen zu tun. Nach Durchsicht der Literatur über Hauterkrankungen und Allergien bei diesen Berufsgruppen, gibt es zu dem Thema nur Fallberichte und keine systematischen, klinisch-epidemiologische Erhebungen.

Mit der hier vorgestellten Arbeit porträtieren wir die jeweiligen Berufs- und Tätigkeitsfelder, präsentieren die Ergebnisse der aktuellen Literaturrecherche aus PubMed inklusiv der aktuellen allergologischen Datenlage hierzulande und stellen die statistischen Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BWG) vor.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich feststellen, dass Masseure, medizinische Bademeister und Physiotherapeuten zahlreichen klinisch bedeutsamen Allergenen ausgesetzt sind. Dazu zählen insbesondere Duftstoffe, ätherische Öle, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, topische Medikamente und Gummimaterialien. Hinzu kommen Wasserkontakt und verschiedenste Irritanzien. Masseure, medizinische Bademeister sind klassische Feuchtberufe, Physiotherapeuten eher nicht. Aus den vorliegenden Statistiken lässt sich derzeit entnehmen, dass das Vorkommen von Hauterkrankungen in diesen Berufsgruppen offenbar kein relevantes Problem darstellt.

Da berufsspezifische, klinisch-epidemiologische Untersuchungen aber fehlen, lässt sich die tatsächliche Einschätzung der Problematik von Hauterkrankungen nicht vornehmen. Dies wäre für Masseure, medizinische Bademeister bezüglich hautgefährdender und allergieauslösender Substanzen aus dem Kosmetik- und Wellnessbereich sicher im Hinblick auf Normalverbraucher interessant. Immerhin werden Körperpflege- und Wellnessprodukte bei vielen Menschen regelmäßig eingesetzt und sind täglich im Gebrauch. Dies wäre eine sinnvolle Maßnahme zur Primärprävention.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Skin irritation in masseurs, balneotherapists and physiotherapists

Review of recent data and sociomedical considerations

Abstract:


The professions of masseur, balneotherapist and physiotherapist are popular and, in our country, becoming more so. They are associated with exposure to a wide variety of potential allergens and irritants. A review of the current literature on skin disorders and allergies in these professions reveals that only a few case reports are available and that there are no systematic epidemiological and clinical data for skin diseases. Here we present a short synopsis of the relevant job descriptions, statistics of the DGUV (German Social Accident Insurance) and of the BGW (German Worker's Compensation Board) and the results of a review of the literature in PubMed.

Taken together, these results show that masseurs, balneotherapists and physiotherapists are exposed to a large number of potentially clinically relevant allergens and noxious substances such as fragrances, volatile oils, preservatives, emulsifiers, topical medicines, rubber materials and irritants. Masseurs and balneotherapists fall within the category of professions doing wet work, physiotherapists do not.

The available data suggest that skin disorders are not a relevant problem in these professions. However, as there are no relevant clinical-epidemiological studies, it is not possible to assess the situation realistically. We conclude that further occupationally specific epidemiological research in these areas is required. This would probably also help to identify potentially hazardous substances and allergens, for example in consumer's everyday personal care products and could lead to a more effective primary prevention.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/7682


Informationsstand: 28.10.2009

in Literatur blättern