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Angaben zum Forschungsprojekt

Stopp den Schmerz

Inhalte:

Das Schmerzbewältigungsprogramm 'Stopp den Schmerz mit Happy Pingu' wurde am Lehrstuhl Beratungspsychologie der Universität Potsdam entwickelt und beinhaltet die Komponenten Stressbewältigung, Ablenkungstechniken und Entspannungsübungen, um sowohl Schmerzerleben als auch schmerzbedingte Belastungen reduzieren zu können. Eine Elternschulung ist ebenso Bestandteil des Programms.

Ziele:

Die positiven Effekte des Schmerzbewältigungstrainings auf das Schmerzerleben und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder aus einer Pilotstudie sollten an einer größeren Stichprobe und im RCT-Design bestätigt werden.

Methode:

Die Wirksamkeit des Programms wurde in einer randomisiert-kontrollierten Studie geprüft. Dabei wurden eine Interventionsgruppe gegen eine Warte-Kontrollgruppe hinsichtlich Schmerzerleben und gesundheitsbezogener Lebensqualität verglichen.

Studiendesign:

Es wurde an drei Messzeitpunkten Daten erhoben (Baseline, Post und 3-Monats-follow-up). Die Trainingsphase umfasste fünf Wochen.
Die Teilnehmer der Warte-Kontrollgruppe erhielten nach einer Wartezeit von insgesamt fünf Monaten das Bauchschmerztraining.

Einschlusskriterien waren ein Alter von 7-12 Jahren, Einwilligung zur Teilnahme an einer RCT-Studie, chronischer Bauchschmerzen nach Rome-II und ICD-10. Ausschlusskriterien waren eine frühere Teilnahme an Bauchschmerztraining sowie eine psychische Störung.

Stichprobe:

Es nahmen 29 Kinder im Alter von 6;6-11;9 Jahren, welche laut Elternangaben zwischen 6 Monaten und 6 Jahren unter rezidivierenden Bauchschmerzen litten, teil.

Ergebnis:
Die Kinder in der Interventionsgruppe zeigten eine signifikante Reduktion des Schmerzerlebens sowie eine signifikante Steigerung der Lebensqualität, d. h. die körperliche, psychische, soziale und schulische Funktionsfähigkeit wurden durch Teilnahme am Training signifikant erhöht. Diese positiven Effekte blieben über drei Monate nach dem Training stabil, was einen Transfer auf den Alltag aufzeigt. Die Kinder in der Wartekontrollgruppe zeigten keine Veränderungen in o.g. Parametern.

Fazit:

Mit dem kognitiv-behavioralen Schmerzbewältigungsprogramm 'Stopp den Schmerz mit Happy Pingu' wurde ein wirksames Training entwickelt, welches sowohl eine hohe Akzeptanz bei Kindern und Eltern zeigte, als auch mit einer Reduktion der Schmerzen und einer Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder einhergeht.



Beginn:

01.01.2007


Abschluss:

31.12.2009


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit / Studie



Weitere Informationen


Abstract

Evaluation of a Cognitive-Behavioral Pain Management Program for Children with Chronic Abdominal Pain: A Randomized, Controlled Study

Background: Childhood abdominal pain (CAP) is widely prevalent and has adverse effects on mental health and quality of life. Earlier research emphasized the positive effects of psychological intervention on pain symptoms. This study describes the results of a cognitive-behavioral pain management program for children with CAP. The newly developed cognitive-behavioral group program, "Stop the pain with Happy-Pingu,” includes six sessions for the children and one meeting for the parents.
Purpose: We hypothesized that the training would significantly reduce pain symptoms (frequency, duration, intensity, and pain-related impairment) and increase health-related quality of life compared to wait-list controls, with improvement seen both at the end of treatment and at a three-month follow-up.

Method: In all, 29 children were randomized into two groups: 15 in the intervention group (IG) and 14 as the wait-list controls (WLC). An intent-to-treat analysis was performed using 2-factorial multivariate analyses with repeated measures.

Results: Children in the IG experienced both a reduction in pain (primary outcome) and an improvement in health-related quality of life (secondary outcome) as compared to the WLC. The effect sizes ranged from medium to high.

Conclusion: Cognitive-behavioral methods seem to be appropriate for treating children with CAP.


Referenznummer:

R/FO125446


Informationsstand: 04.12.2019