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Angaben zum Forschungsprojekt

Belastungsspezifische Trainingstherapie und Ergonomieschulung (BTE): Entwicklung einer berufsorientierten Therapieform in der orthopädischen Rehabilitation von Patienten mit chronischem Rückenschmerz

Die konventionelle orthopädische Rehabilitation erstreckt sich vorwiegend auf medizinisch orientierte Therapien, explizit berufs- bzw. erwerbstätigkeitsorientierte Behandlungsinhalte sind unterrepräsentiert bzw. fehlen völlig. Der konkrete Arbeitsplatz des Patienten ist in seiner individuellen Ausprägung in der Reha-Klinik lediglich mit großem Aufwand oder nicht ausreichend originalgetreu darstellbar (Arbeitsplatzsimulation). Entsprechende berufsorientierte Therapiestrategien müssen sich ergo an den Hauptbelastungsmerkmalen der Erwerbstätigkeit des Rehabilitanden orientieren (berufsorientiertes funktionelles Training).
Zur Einschätzung beschwerdeverursachender Belastungsformen (Anforderungsprofil) sowie zur Darstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. erlebter Aktivitäts- und Partizipationsstörungen wird eine umfangreiche, standardisierte Datenerhebung und Funktionsuntersuchung durchgeführt.
Auf therapeutischer Seite finden identifizierte Anforderungs-Leistungsfähigkeits-Diskrepanzen ihren Niederschlag in erwerbstätigkeitsorientierter physiotherapeutischer Einzelbehandlung, belastungsspezifischer Trainingstherapie, Ergonomieschulung in der Kleingruppe und psychologischen Programmen. Die belastungsspezifische Trainingstherapie in Synergie mit der qualifizierten Ergonomieschulung der Rehabilitanden geht weit über den in der Rehabilitation gebräuchlichen konventionellen, überwiegend medizinischen Behandlungsansatz hinaus, ohne den Arbeitsplatz des Patienten originalgetreu nachstellen zu müssen.
Die Evaluation des Projektes erfolgt durch Befragungen und Untersuchungen zu 3 Zeitpunkten: Aufnahme zur bzw. Entlassung aus der orthopädischen Rehabilitation sowie 6 Monate nach Entlassung aus dem Heilverfahren. Wir erheben Daten zur Maximalkraft bzw. Kraftausdauer der Kennmuskulatur der Extremitäten und des Rumpfes, zu Koordination und Gleichgewicht sowie hinsichtlich der Fähigkeit, unter ergonomischen Bedingungen Lasten zu heben und zu tragen. Es schließen sich eingeführte Instrumente zur Klärung spezieller schmerzpsychologischer Fragestellungen und zur Evaluation der Behinderung im Alltag an. Fragebögen zur Selbstbeurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit und ein differenzierter Arbeitsbelastungsbogen sowie die nachgehende Befragung zur Erwerbstätigkeit nach der stationären Rehabilitation schließen die Datenerhebung ab.

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.



Beginn:

01.01.2001


Abschluss:

31.12.2003


Art:

Eigenprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2522


Informationsstand: 20.12.2019