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Gemeinsame Servicestellen und Ansprechstellen der Rehaträger

Bundesweit waren gemäß SGB IX Gemeinsame Servicestellen eingerichtet worden, die trägerübergreifend in Fragen der Rehabilitation und Teilhabe beraten sollten und zu klären hatten, welcher Rehabilitationsträger für die Leistungen zuständig ist.

Wegfall der Gemeinsamen Servicestellen / Einrichtung neuer Ansprechstellen bei den Rehaträgern

Nach dem Bundesteilhabegesetz entfallen zukünftig die Gemeinsamen Servicestellen. Bestehende Gemeinsame Servicestellen können aber noch bis zum 31.12.2018 weitergeführt werden.

Die Ansprechstellen werden überwiegend nicht in der Nachfolge der Gemeinsamen Servicestellen gesehen. Ob sie beratende Funktionen übernehmen ist zur Zeit noch nicht klar und wird vom jeweiligen Träger entschieden. (Informationsstand März 2018)

Mit dem Bundesteilhabegesetz hat der Gesetzgeber alle Rehabilitationsträger verpflichtet, ab dem 1.1.2018 Ansprechstellen nach § 12 SGB IX zu benennen. Diese Verpflichtung betrifft auch Jobcenter, Integrationsämter und Pflegekassen.

Die Aufgabe umfasst die Unterstützung bei der frühzeitigen Bedarfserkennung und dem Hinwirken auf eine Antragstellung durch Informationsangebote für

  • Leistungsberechtigte
  • Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen
  • sowie für andere Rehaträger.

Die Ansprechstellen sollen über Inhalte, Ziele und Verfahren zu Leistungen zur Teilhabe und über das Persönliche Budget und andere Beratungsangebote informieren. Ob alle Ansprechstellen auch Beratung anbieten können, ist derzeit noch nicht abzusehen. Die Ansprechstellen befinden sich noch in der Gründungsphase; je nach den einzelnen Trägerbereichen und Regionen scheinen die Angebote unterschiedlich.

 

Zusätzlich wird durch das BTHG eine ergänzende unabhängige Teilhabeberatung eingeführt, das die Beratung der Rehaträger ergänzt. Dabei soll das Peer-to-Peer Counseling (Betroffene beraten Betroffene) besonders berücksichtigt werden.

Der Bund fördert diese Beratungsform zunächst befristet für fünf Jahre ab 2018.

 

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