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Angaben zum Forschungsprojekt

Interpersonelles Integratives Modellprojekt für Flüchtlinge (IIMPF): Ein interkulturelles Kurzzeit-Psychotherapieprogramm für Flüchtlinge mit psychischen Störungen zur Prävention von psychischen Behinderungen sowie zur Unterstützung und Förderung der Integration/Inklusion in die Arbeits- und Sozialwelt

Das Ziel dieses Projektes besteht darin, ein leicht implementierbares Kurzzeit-Hilfsprogramm denjenigen Flüchtlingen mit anerkanntem Asylverfahren zu ermöglichen, bei welchen psychische Störungen (insb. Posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Angststörung) diagnostiziert werden. Dadurch sollen zum einen zeitnah und effizient die psychischen Symptome behandelt sowie langfristigen Beeinträchtigungen, Chronifizierungen, Selbst- und Fremdgefährdungen vorgebeugt werden. Zum anderen wird ein Fokus der Psychotherapie auf die Unterstützung und Förderung der Integration in die neue Arbeits- und Sozialwelt gelegt.

In dem Projekt wird eine Modifikation der Interpersonellen Therapie (IPT) zur Anwendung kommen, da die IPT als schnell erlernbare Kurzzeittherapie in der Behandlung der Depression und anderen psychischen Störungen ihre Wirksamkeit nachweisen konnte. Um die spezifischen Bedürfnisse und Probleme von Flüchtlingen zu adressieren, wurde die IPT als multidisziplinäre ‚Interpersonal Integrative Therapy for Refugees' (IITR) modifiziert. Die IITR dauert zwei Monate und setzt sich aus folgenden Behandlungsbausteinen zusammen: Zehn Psychotherapie-Sitzungen, vier Sozialberatungsgespräche mit Sozialarbeitern, ein wöchentliches Ergotherapie-Angebot sowie psychiatrische Behandlung.

Dieses Projekt wurde erfolgreich beendet. Erste Ergebnisse konnten bereits publiziert werden (s. unten).

Der Haupt-Fokus des Programms ist die Integration in den neuen Lebensraum - die Arbeits- und Sozialwelt. Zudem werden interpersonelle belastende Themen fokussiert, wie der durch die Flucht bedingte Rollenwechsel, Konflikte, Verluste, Trauer und Isolation. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, müssen professionell qualifizierte Dolmetscher Diagnostik und Therapie unterstützen. Nach der IITR wird geprüft, ob und welche weiteren Behandlungen der psychischen Probleme und Hilfsmaßnahmen zur Begleitung und Förderung der Integration notwendig sind, die im Rahmen eines stepped-care Modells (integrierte Versorgung und Vernetzung) umgesetzt werden.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Die ICF ist Forschungsgegenstand (d.h. es werden z.B. Core-Sets oder ICF-basierte Instrumente / Assessments entwickelt, Items operationalisiert oder die ICF-Anwendung erprobt).



Beginn:

01.11.2015


Abschluss:

30.09.2016


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt / Wissenschaftliche Arbeit / Diplom- / Masterarbeit


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Abstract

Interpersonal Integrative Therapy for Refugees

The presented model project has the goal to implement a short-term psychotherapy for refugees in Berlin. Based on the concepts of the widely applied interpersonal psychotherapy (IPT), a modified therapy form for a special target group is used in practice. Due to the high number of immigrants who escaped from civil war surroundings in Syria and Iraq, the need to help those partly extremely troubled people is addressed here. Within a stepped-care context of support with the offer of social counseling, occupational therapy, or psychiatric appointments, the integration into the working and social environment of Germany is facilitated for refugees. Checking the feasibility of the project is an essential part here as the whole therapeutical process is taking place in the constellation with therapist, patient and an interpreter for Arabic and German language.

This project has been finished. First results are already published (see above).


Referenznummer:

R/FO125727


Informationsstand: 20.08.2019