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Angaben zum Forschungsprojekt

Therapieprogramm zur konstruktiven Trauma-Bearbeitung für Soldaten nach militärischen Einsätzen - Ergebnisse eines Pilotprojekts

Pro Jahr kehren etwa 10.000 Bundeswehrangehörige nach mehrmonatigem Einsatz aus Südosteuropa zurück. Die Erlebnisse während der Erfüllung des Auftrages im Rahmen von SFOR oder KFOR stellen oft eine außergewöhnliche Dimension der menschlichen Erfahrung dar. Diese Erfahrungen führen bei einigen Soldaten zu mehr oder weniger ausgeprägten psychischen Krisen, die nicht immer ohne fremde Hilfe zu bewältigen sind. Es können akute oder aber auch chronische Belastungs- und Stressreaktionen auftreten. Bei längerdauernden Belastungsreaktionen wird von einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD 10: F 43.1) ausgegangen, wenn folgende fünf Hauptkriterien (nach Maercker, 1997) vorliegen:
1. Erlebnis eines Traumas
2. Unwillkürliche und belastende Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen)
3. Vermeidungsverhalten und allgemeiner emotionaler Taubheitszustand
4. Anhaltende physiologische Übererregung (Hyperarousal)
5. Die Symptome dauern länger als einen Monat.

Im Folgenden wird über die Konzeption, die Durchführung und die Ergebnisse der Begleitforschung aus dem Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit bei der rehabilitationsmedizinischen Behandlung von SoldatInnen mit Belastungsreaktionen nach Einsatz berichtet.



Beginn:

01.01.2000


Abschluss:

31.03.2007


Art:

Eigenprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2410


Informationsstand: 02.05.2011