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Angaben zum Forschungsprojekt

Teilzeitbeschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen


In dem Modellprojekt werden Arbeitszeitmodelle der Teilzeitarbeit in Werkstätten für behinderte Menschen erprobt. Am Modell sollen sowohl Werkstätten für psychisch behinderte Menschen als auch für geistig behinderte Menschen teilnehmen. Bis Mitte 2006 nehmen 8 Werkstätten für behinderte Menschen im Rheinland an dem Modellvorhaben teil. Bis zum 31.12.2006 ist der Einstieg für weitere Werkstätten für behinderte Menschen möglich.

Der Landschaftsverband Rheinland schließt mit den Werkstätten für behinderte Menschen individuelle Zielvereinbarungen über Arbeitszeitmodelle und Teilnehmerzahlen ab.

Hierzu zählen:

- normale Teilzeit
- Schichtarbeit
- Jobsharing
- individuelle Gestaltung der Arbeitszeit
- feste Gruppen
- Einzelarbeitsplätze
- Samstagsarbeit
- Gleitzeit
- Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit
- Arbeitszeitkonto


Mit einer wissenschaftlichen Begleitung des Modells soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 begonnen werden.
Die Begleitung soll begründete Antworten auf folgende Leitfragen geben:

- Wie groß ist der Bedarf an Teilzeitbeschäftigungsmöglichkeiten bei Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen?
- Welche Formen der Flexibilisierung der Beschäftigung werden nachgefragt? Unter welchen Rahmenbedingungen ( Arbeitszeit, Lohn/Förderung) finden Angebote flexibler Beschäftigung bei den Betroffenen Akzeptanz?
- Wie verändern sich für Personen, die an dem Modellversuch teilnehmen die Lebensumstände? Wie wirkt sich die Teilzeitbeschäftigung bzw. Flexibilisierung auf die Versorgung, das Wohnen, die räumliche Mobilität und die Lebensgewohnheiten aus?
- Wie wirkt sich die Kürzung des Arbeitsentgelts auf die sozio-ökonomische Situation der Teilzeitbeschäftigten aus?
- Unter welchen Rahmenbedingungen bieten Werkstätten Teilzeitbeschäftigung an? In welchen Bereichen der Werkstatt ist dies möglich? Wo groß ist das Potenzial für Teilzeitbeschäftigung bzw. flexibilisierte Beschäftigungsverhältnisse?
- Wie wirkt sich Teilzeitbeschäftigung bzw. Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen auf die Produktion und die Abläufe in den Werkstätten aus? Welche Erfahrungen machen die Werkstätten mit der Einrichtung und Durchführung von Teilzeit- bzw. flexibilisierter Beschäftigung?
- Wie verändern sich durch Teilzeitbeschäftigung bzw. Flexibilisierung von Beschäftigung die Produktivität und die Maschinenlaufzeiten? Wie entwickelt sich das betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Verhältnis bei unterschiedlichen Formen der Flexibilisierung?
- Wie entwickeln sich die Kosten (Werkstatt-, Wohnheim-, Fahrtkosten, Betreutes Wohnen) bei Teilzeit- bzw. flexibler Beschäftigung?
- Wie wirkt sich die Teilzeitarbeit auf die zukünftig zu schaffenden Platzkapazitäten in den Werkstätten aus?
- Welche Auswirkungen ergeben sich für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?



Beginn:

01.01.2005


Abschluss:

31.12.2009


Art:

Modellprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3380


Informationsstand: 12.03.2014