Inhalt

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Arbeitsplatzphobie, Ängste am Arbeitsplatz und berufliche Partizipationsprobleme

Lange Arbeitsunfähigkeitszeiten sind nicht immer nur auf die vorgetragenen körperlichen oder seelischen Erkrankungen zurückzuführen, sondern stehen oft in direktem Zusammenhang mit spezifisch arbeitsplatzbezogenen Insuffizienzgefühlen und Ängsten. 'Arbeitsplatzängste' und 'Arbeitsplatzphobie' haben bislang jedoch in der wissenschaftlichen Literatur nur unzureichende Aufmerksamkeit gefunden.

In einem ersten Forschungsschritt wurden die theoretischen und klinischen Konzepte für arbeitsplatzbezogene Ängste erarbeitet. Es wurde ein klinisches Interview zur Erfassung arbeitsplatzbezogener Ängste entwickelt. Zu unterscheiden sind u. a. Situationsängste (Phobien) bezüglich des Arbeitsplatzes, Soziale Ängste, Generalisierte Angst, Hypochondrische Ängste oder Posttraumatische Belastungsstörungen bezüglich des Arbeitsplatzes. Erste klinische Erhebungen zeigen, dass 67% der Patienten einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik über die eine oder andere Form von arbeitsplatzbezogenen Ängsten klagen. Ein Teil steht in Zusammenhang mit primären Angsterkrankungen, es finden sich jedoch auch isoliert nur auf den Arbeitsplatz bezogene Ängste.

In einem weiteren Entwicklungsschritt wurde eine Selbstbeurteiklungsskala, die 'Job-Angst-Skala' entwickelt, die eine Unterscheidung ermöglicht zwischen stimulusbezogenen Ängsten und Vermeidungsverhalten (antizipatorische Angst, phobische Vermeidung, konditionierte Angst), sozialen Ängsten und Beeinträchtigungskognitionen (Ausbeutungsangst, Soziale Ängste, Bedrohungs- und Beeinträchtigungsüberzeugungen), Gesundheits- und körperbezogenen Ängsten (Hypochondrische Tendenzen, Panik und körperliche Symptome, funktionsbezogene Ängste), Insuffizienzerleben (allgemeine Insuffizienzgedanken, Veränderungsängste) und arbeitsplatzbezogenen Sorgen (Sorgen im Sinne arbeitsplatzbezogener GAD, Existenzangst).

In einer weiteren Studie soll eine speziell auf Arbeitsplatzängste abgestellte Gruppentherapie entwickelt und erprobt werden.



Beginn:

01.01.2004


Abschluss:

31.12.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Dissertation / Diplom- / Masterarbeit


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

Work place phobia and work related anxieties.

Sick leave can not only be explained by illness symptoms as such but is often due to work place related anxieties. There is a lack of research on this matter.

In a first step theoretical and clinical concepts have been defined. A discrimination is necessarry e.g. between phobic, hypochondiqacal, generalized or postraumatic anxieties. A standardized clinical interview has been designed and first surveys show that 67% of patients in psychosomatic rehabilitation are suffering from workplace related anxieties. They can be associated with primary anxiety disorders but also be specific for the work place only.

In a next Stepp a self rating scale has been developed, the 'Job-Anxiety-Scale', which discriminates between situational anxiety and avoidance behavior, social and paranoid anxiety, hypochondrical anxiety, feelings of insufficiency, and worrying.

The next study a group treatment will be developed and evaluated which focusses specifically on work related anxieties.


Referenznummer:

R/FO3452


Informationsstand: 23.08.2019