Inhalt

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Psychische Komorbidität und Frühberentung bei Patienten mit somatischen Erkrankungen

Obgleich die Zahl der Erwerbsminderungsrenten in Deutschland tendenziell abnimmt, zeigt sich bei einigen Diagnosegruppen, wie onkologischen Erkrankungen, aber auch Zuständen nach chirurgisch behandeltem Bandscheibenvorfall, ein Anstieg des Anteiles an Frühberentungen. Im aktuellen Trendverlauf wird dabei ein sinkendes Einstiegsalter bei Frühberentungen ersichtlich, welches mit einem Verlust an Lebensarbeitszeit einhergeht und erhebliche Folgen für Rentenversicherungsträger und Volkswirtschaft nach sich zieht.

Das vorliegende Forschungsprojekt beschreibt zum einen die Prävalenz psychischer Störungen bei Bandscheibenoperierten sowie Tumorerkrankten und vergleicht diese mit Allgemeinbevölkerungsdaten. Zudem wird die psychische Komorbidität neben weiteren möglichen Determinanten und Einflussfaktoren für (1) das Inanspruchnahmeverhalten von Anschlussheilbehandlungen (ambulante, stationäre, keine AHB), (2) für die Rückkehr ins Berufsleben, (3) für die Absicht, (4) Antragstellung sowie (5) die Bewilligung einer Frühberentung untersucht um so spezielle Risikogruppen identifizieren zu können. Des Weiteren werden Zusammenhänge zwischen psychischer Komorbidität und direkten bzw. indirekten Krankheitskosten sowie den Ausgaben der Sozialversicherungsträger untersucht.

Die Studie wurde in einem prospektiven Längsschnittdesign mit insgesamt vier Messzeitpunkten durchgeführt. Die Baseline-Befragung fand in Form von persönlichen Interviews im Akutkrankenhaus statt. Hier konnte eine sehr große Mitteldeutsche Kohorte von insgesamt N=1040 Patienten (Bandscheibenoperierte: N=534; Tumorpatienten: N=506) gewonnen werden. Die Follow-up-Befragungen wurden 3, 9 und 15 Monate später in Form von telefonischen Interviews durchgeführt. Die vorliegende Studie wird nun für die Kohorte der bandscheibenoperierten Patienten um einen weiteren und insgesamt fünften Erhebungszeitpunkt nach vier Jahren ergänzt, um den Langzeitverlauf angemessen abbilden zu können.



Beginn:

01.01.2007


Abschluss:

28.02.2010


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3654


Informationsstand: 22.06.2018