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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Eingliederung für eine Frau mit einer psychischen Erkrankung in der Küche eines Altenheimes

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Altenheim. Das Altenheim stellte eine psychisch erkrankte Frau neu ein.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Frau:

Die Frau hat eine psychische Erkrankung (Neurose). Sie zeigt eine starke Angstsymptomatik und ein deutlich reduziertes Selbstvertrauen. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung muss sie schrittweise an die tätigkeitsbedingten Belastungen durch eine Bezugsperson herangeführt werden.

Psychologisch-sozialtherapeutische Rehabilitation:

In wöchentlichen Einzelgesprächen mit einem Bezugstherapeuten wurden aktuelle Probleme aufgearbeitet, der Umgang mit der psychischen Behinderung besprochen und die Krankeneinsicht gefördert. Zusätzlich zu den Einzelsitzungen fanden auch wöchentliche themenzentrierte Gesprächsgruppen statt. Die Teilnahme am Sozialtraining förderte die Entspannung und half beispielsweise beim Umgang mit Behörden und fremden Personen. Zusätzlich wurden in wöchentlichen Wohngruppenmeetings unter der Leitung der Wohngruppentherapeuten organisatorische und zwischenmenschliche Probleme innerhalb der Wohngruppe besprochen und Lösungen erarbeitet.

Berufliche Rehabilitation:

Nach der psychologisch-sozialtherapeutischen Rehabilitation wurde die Frau vom Reha-Berater der Arbeitsagentur an ein Berufliches Trainingszentrum (BTZ) vermittelt. Im BTZ erfolgte zunächst eine Berufsfindung und Arbeitserprobung. Im Rahmen der Berufsfindung und Arbeitserprobung wurde die Arbeitsfähigkeit ermittelt und wurden Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern ausprobiert. Die gewonnen Erkenntnisse dienten zur Erstellung eines Rehaplanes und zur Festlegung des Berufsbereiches bzw. der Tätigkeit für das berufliche Training (Küche). Im beruflichen Training in der Küche wurden unter anderem nach dem Rehaplan die allgemeine psychische Belastbarkeit sowie Konzentration gesteigert, die Kritik- sowie Teamfähigkeit verbessert und die nötigen fachlichen Inhalte vermittelt. Um die Frau dabei langsam auf die zukünftigen beruflichen Belastungen vorzubereiten, wurde die Arbeitszeit schrittweise gesteigert.
Beim beruflichen Training in der Küche half die Frau beispielsweise bei der Planung der Speisefolgen, führte Vorbereitungsarbeiten für die Speisefertigung aus, bereitete Speisen und Getränken zu und reinigte schmutziges Geschirr sowie Besteck. Zur Vorbereitung für den Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt nahm sie abschließend an einem Praktikum über vier Wochen in einer Küche eines Krankenhauses teil. Im Anschluss an das Praktikum konnte die Frau vom BTZ erfolgreich in ein reguläres Arbeitsverhältnis als Küchenhilfe zum jetzigen Arbeitgeber vermittelt werden.

Förderung:

Die psychologisch-sozialtherapeutische Therapie wurde von der Krankenkasse getragen. Die Arbeitsagentur förderte das BTZ und zahlte dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe für die vorher arbeitslose Frau.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Beruflichen Trainingszentren.



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  • IMBA - Kontaktfähigkeit /
  • IMBA - Kritikfähigkeit /
  • IMBA - Kritisierbarkeit /
  • IMBA - Misserfolgstoleranz /
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Referenznummer:

R/PB1097



Informationsstand: 08.06.2012