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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen neu eingestellten Anlagenführer mit einer psychischen Erkrankung im Bereich der Datenvernichtung

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist auf dem Gebiet der Datenvernichtung (z. B. Schriftstücke aus Akten und Daten von Festplatten) tätig und beschäftigt acht Mitarbeiter. Die bisherige Datenvernichtung von Schriftstücken erfolgte mobil beim Kunden vor Ort. Das Unternehmen verfügt dazu über einen speziell umgebauten Lkw mit den entsprechenden Einrichtungen. Aufgrund zunehmender Aufträge von Kunden mit kleineren Datenmengen, deren Vernichtung vor Ort zu unwirtschaftlich ist, möchte der Arbeitgeber zusätzlich eine stationäre Anlage anschaffen, die gleichzeitig der höchsten Sicherheitsstufe entsprechen soll. Die Schriftstücke werden beim Kunden in verschlossenen Kunststofftonnen mit einem speziellen Einwurfschlitz gesammelt, die das Unternehmen den Kunden zur Verfügung stellt. Diese Tonnen werden dann in regelmäßigen Abständen abgeholt und in der stationären Anlage vernichtet.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine psychische Erkrankung bzw. Neurose, die zu Charakter- und Persönlichkeitsstörungen führt. In Arbeitsversuchen zeigte sich, dass ein Arbeiten in einer Gruppe nicht möglich ist. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70.

Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt und wurde vom Arbeitgeber als Anlagenführer neu eingestellt. Er war vor seiner Neueinstellung eine Zeit lang arbeitslos.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann arbeitet an der neu angeschafften stationären Anlage (bestehend aus Förderbändern Vorzerkleinerer und Sicherheitsschredder), die die schriftlichen Datenträger schreddert bzw. vernichtet. Sein Arbeitsplatz befindet sich in einer geschlossenen Halle, die aus Datenschutzgründen nur von wenigen Mitarbeitern des Unternehmens betreten werden darf. Er arbeitet also vorwiegend alleine und weitestgehend selbständig, was aufgrund seiner Behinderung auch besonders wichtig ist. Dennoch benötigt er eine Person als Ansprechpartner. Diese Funktion übernimmt der Vorgesetzte, der in einem an die Werkhalle angrenzenden Büro tätig ist. Der Vorgesetzte übernahm auch die Einarbeitung des Anlagenführers. Die Aufgaben des Anlagenführers bestehen z. B. darin, die angelieferten Papiere nach den Kriterien weiß oder farbig zu sortieren, die Förderbänder für die Beschickung der Anlage zur Vernichtung mit einem neu angeschafften Radlader zu beladen, das zu feinen Kügelchen und Schnipseln geschredderte Papier in Säcke oder Container abzufüllen und die gesamte Anlage zu überwachen. Gelegentlich ist auch die Mithilfe beim Einsammeln der bei den Kunden stationierten Tonnen notwendig.

Förderung:

Der Arbeitgeber erhielt für die Anschaffung der Anlage sowie des Radladers vom Integrationsamt einen Kostenzuschuss und außerdem von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe.
Durch die Förderung konnte für einen besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen ein gut geeigneter Arbeitsplatz in einem nicht beschäftigungspflichtigen Betrieb geschaffen werden.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



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  • IMBA - Ausdauer (psychisch) /
  • IMBA - Kontaktfähigkeit /
  • IMBA - Kritikfähigkeit /
  • IMBA - Kritisierbarkeit /
  • IMBA - Misserfolgstoleranz /
  • IMBA - Ordnungsbereitschaft /
  • IMBA - Teamarbeit /
  • IMBA - Umstellung /
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Referenznummer:

R/PB4334



Informationsstand: 05.11.2013