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Angaben zum Urteil

Gleichheitssatzverstoß durch Versagung des Krankengeldspitzbetrages aufgrund von RVO Paragraph 183 Abs 6 - Verfahrensfortgang

Gericht:

BVerfG 1. Senat 3. Kammer


Aktenzeichen:

1 BvR 16/87


Urteil vom:

11.10.1989


Grundlage:

GG Art 3 Abs 1 / RVO § 183 Abs 6 Fassung 1981-12-22 / BVerfGG § 93b Abs 2 S 1



Orientierungssatz:

1. Die Anwendung von RVO § 183 Abs 6 idF 1981-12-22, der nach der Entscheidung des BVerfG (1988-11-09, 1 BvL 22/84 ua, BVerfGE 79, 87) hinsichtlich des Ruhens des Krankengeldspitzbetrages mit GG Art 3 Abs 1 unvereinbar ist, durch das SG verletzt GG Art 3 Abs 1.

2. Das SG wird das Verfahren aussetzen und abwarten müssen, bis der Gesetzgeber tätig geworden ist und die verfassungswidrige Vorschrift ersetzt hat; der Gesetzgeber hat verschiedene Möglichkeiten, das Problem des Doppelbezugs sozialversicherungsrechtlicher Leistungen verfassungsmäßig zu regeln.

Rechtszug:

vorgehend SG Freiburg (Breisgau) 1986-10-16 S 10 Kr 1029/85


Quelle:

JURIS-GmbH


Referenznummer:

KVRE206448901


Weitere Informationen

Schlagworte:
  • Anrechnung /
  • BVerfG /
  • Doppelbezug /
  • Doppelleistung /
  • Doppelzahlung /
  • gesetzliche Krankenversicherung /
  • gesetzliche Rentenversicherung /
  • gesetzliche Unfallversicherung /
  • Gleichbehandlung /
  • Krankengeld /
  • Krankengeldanspruch /
  • Sozialversicherungsrecht /
  • Übergangsgeld /
  • Urteil /
  • Verfassungsgerichtsbarkeit /
  • Verfassungsmäßigkeit /
  • Verletztengeld /
  • Willkürverbot


Informationsstand: 01.01.1990

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