Icon Literatur
Icon Zeitschriftenbeitrag

Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Fragebogen zu subjektiven Beschwerden im Muskel-Skelett-System

Anpassungen in leichter Sprache

Autor/in:

Ohlendorf, Daniela; Schultz, Eva; Kullmann, Mirjam [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2025, 75(04), Seite 183-192, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0944-2502 (Linking)

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Ohlendorf, Daniela; Schultz, Eva; Kullmann, Mirjam [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 75(04), Seite 183-192

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.1007/s40664-024-00561-0)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Einleitung

In wenigen Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine erhöhte Prävalenz für Muskel-Skelett-Erkrankungen aufweisen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang das Erhebungsverfahren. Aufgrund der fehlenden Übertragbarkeit war es erforderlich, durch leichte Sprache und unterstützende Kommunikation einen Fragebogen zu entwickeln, der an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Behinderung (die unter anderem in Inklusionsbetrieben arbeiten) beziehungsweise Menschen mit geringem Bildungsgrad oder schlechten Deutschkenntnissen angepasst ist. Dieser Fragebogen zielt auf die Erfassung möglicher subjektiver Beschwerden im Muskel-Skelett-System, deren Ursachen und der Erfassung von Arbeitsbeeinträchtigung ab.

Methoden

Als Vorlage des Fragebogens zu subjektiven Beschwerden im Muskel-Skelett-System bei Menschen mit Behinderung diente hauptsächlich die deutsche Version des Nordic Musculoskeletal Questionnaire der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Zudem wurden Elemente aus dem Deutschen Schmerzfragebogen und dem Multidimensionalen Schmerzfragebogen im professionellen Tanz ergänzend hinzugefügt. Der neue Fragebogen wurde auf Grundlage eines kognitiven Interviews mit 5 Proband*innen mit psychischer Behinderung entwickelt. Dabei wurde auf folgende kognitive Techniken zurückgegriffen: Nachfragen zum Verständnis, Nachfragen zum Besitz relevanter Informationen und Sortiertechnik.

Ergebnisse

Die deutsche Version des Nordic Musculoskeletal Questionnaire wurde in leichte Sprache übersetzt und durch eine vergrößerte Darstellung sowie die Kennzeichnung der Vorder- und Rückseite der abgebildeten Menschen angepasst. Zusätzlich wurden alle Abbildungen durch einen erklärenden Satz ergänzt. Außerdem wurden Fragen über die Dauer, Ursache und den Umgang mit Beschwerden bei der Arbeit aus dem Deutschen Schmerzfragebogen und dem Multidimensionalen Schmerzfragebogen im professionellen Tanz verwendet sowie durch Reduktion von Antwortmöglichkeiten gekürzt.

Diskussion

Der Fragebogen wurde an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung (unter anderem Mitarbeitende in Inklusionsbetrieben) beziehungsweise Menschen mit geringem Bildungsgrad oder schlechten Deutschkenntnissen angepasst. Da die Vielfalt der Behinderungen und deren Grade bei Beschäftigten mit Behinderung variieren, ist demnach die allgemeine Anwendbarkeit des Fragebogens limitiert. Die gewonnenen Erkenntnisse können dazu dienen, speziell angepasst Gesundheitsfördermaßnahmen zu entwickeln und langfristig die Gesundheit zu verbessern.

Wo bekommen Sie den Text?

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Questionnaire on subjective musculoskeletal complaints

Adaptations in easy to read language

Introduction

A limited number of studies have indicated that individuals with disabilities or health impairments are more prone to musculoskeletal disorders; however, the survey procedure is problematic in this context. Due to the lack of transferability, it was necessary to develop a questionnaire that is adapted to the needs of employees with disabilities (e.g., who work in inclusive companies) and people with a low level of education or poor knowledge of German, using easy to read language and supportive communication. The objective of this questionnaire is to record any subjective complaints in the musculoskeletal system as well as the causes and resulting work impairment.

Methods

The German version of the Nordic Musculoskeletal Questionnaire from the Federal Institute for Occupational Safety and Health (BAuA) was employed as a template for the questionnaire on subjective musculoskeletal complaints in people with disabilities. Additionally, elements from the German Pain Questionnaire and the Multidimensional Pain Questionnaire in Professional Dance were incorporated. The new questionnaire was developed following a cognitive interview with five respondents with mental disabilities. The following cognitive techniques were employed. In order to elicit the desired responses, respondents were asked to demonstrate an understanding of the questions, to provide information that was relevant to the topic under discussion, and to employ a sorting technique.

Results

The German version of the Nordic Musculoskeletal Questionnaire was translated into easy to read language and adapted by enlarging the illustrations and labelling the front and back of the people depicted. In addition, an explanatory sentence was added to all illustrations. Furthermore, questions on the duration, cause and handling of complaints at work from the German Pain Questionnaire and the Multidimensional Pain Questionnaire in Professional Dance were used and shortened by reducing the number of possible answers.

Discussion

The questionnaire was adapted to the needs of people with disabilities (including employees in inclusion companies) or people with a low level of education or poor knowledge of German. As the variety of disabilities and the degrees vary among employees with disabilities, the general applicability of the questionnaire is therefore limited; however, the knowledge gained can be used to develop specially adapted health promotion measures and improve health in the long term.

Referenznummer:

R/ZS0064/0258

Informationsstand: 17.09.2025