Die wirtschaftliche Lage bleibt für viele kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland herausfordernd - besonders betroffen sind Inklusionsbetriebe. Um belastbare Daten zu den aktuellen Entwicklungen zu gewinnen, haben die FAF gGmbH, bag if, HWK
Münster, N-Bank, Schneider Organisationsberatung, LWL und KVJS gemeinsam mit Partnern eine bundesweite Umfrage durchgeführt.
Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen, Sachsen, Thüringen, Berlin und Schleswig-Holstein sind am häufigsten vertreten.
Ebenso sind die für Inklusionsbetriebe wichtigsten Branchen - Industriedienstleistungen, Gastronomie, Hotel, Gemeinschaftsverpflegung, Lebensmitteleinzelhandel, Grünbereich, Gebäudereinigung, Wäscherei und Bau-Handwerk - vertreten.
Nach wie vor sind viele Betriebe in mehreren Branchen tätig. 55 Prozent der 321 Inklusionsbetriebe hatten 2024 Umsätze unter 2 Millionen. €; 35 Prozent unter einer Million €. Dass es sich bei den Inklusionsunternehmen überwiegend um KMU handelt, belegt auch die Tatsache, dass 66 Prozent der teilnehmenden Unternehmen weniger als 50 Mitarbeitende beschäftigen.
Die aktuelle Lage der Inklusionsbetriebe in Deutschland zeichnet ein differenziertes Bild, das von erheblichen finanziellen und personellen Herausforderungen geprägt ist, aber auch von einzelnen positiven Entwicklungen und Chancen. Die Auswertung der Umfrageergebnisse zeigt, dass die Mehrheit der Betriebe ihre Auftragslage als „neutral“ bis „gut“ einschätzt (Mittelwert 3,27 von 5), wobei nur ein kleiner Teil von einer sehr schlechten oder sehr guten Situation berichtet.
Trotzdem ist die wirtschaftliche Stabilität vieler Unternehmen fragil: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass die Ausgaben schneller steigen als die Einnahmen, was ein zentrales Risiko - insbesondere vor dem Hintergrund des steigenden Mindestlohns bzw. der ansteigenden Tariflöhne und der notwendigen Investitionen in anstehende Struktur- und Transformationsprozesse - für die Existenz der Betriebe darstellt. Zusammenfassend berichten nur 42 Prozent aller befragten Unternehmen, dass ihr Unternehmen nicht gefährdet ist bzw. nur in einzelnen Punkten (wie zum Beispiel Kostensteigerungen und Bürokratie) vor Herausforderungen steht.
[Aus: Information der Herausgebenden]